Johannes  Georg  Karl  Edmund  Müller Diakon, Pfarrer, Oberpfarrer von 1906 bis 1944

* 13.04.1874 Eisenberg
† 19.09.1950 Hermsdorf

Ausbildung:

Gymnasium in Altenburg
Studium an den Universitäten in Jena, Berlin, Marburg.

Ehe am 10.02.1902 mit Johanna Fischer (*25.02.1874 Altenburg), Tochter des Gymnasialdirektors Ernst Albert Fischer in Altenburg
Kinder: zwei Töchter.

Ordination und Dienstorte:

  • Ordiniert wurde er am 26.01.1902, der Ort ist unbekannt;
  • Ab 09.02.1902 Diakon in Altkirchen b. Schmölln;
  • 27.05.1906 bis 30.04.1911 Diakon in Hermsdorf;
  • 28.05.1911 Pfarrer in Hermsdorf;
  • 01.05.1937 Oberpfarrer in Hermsdorf;
  • In Ruhestand am 01.04.1944.

 

Johannes Georg Karl Edmund Müller
1910 Handballmannschaft

06 = Alfred Vetter - Eisenberger Str. (Friseurmeister) | 07 = Curt Beyer - Elektromeister Eisenberger Str. 3 | 09 = Werner Klein "Bademeister" 11 = Johannes Georg Karl Edmund Müller

 

Durch die Zeitzeugen wurde berichtet, dass die Jugendarbeit von Pfarrer Müller bekannt war. Diese findet auch im Adressbuch aus dem Jahr 1912 ihren Niederschlag. Dort ist Pfarrer Müller als Gemeindewaisenrat und als Vorstand des Jugendvereines verzeichnet. Dieser Verein war zu seiner Zeit mit 200 Mitgliedern der größte Verein, der Turnerbund hatte als zweitgrößter Verein 98 Mitglieder. Hermsdorf hatte 1912 insgesamt 3550 Einwohner, in 775 Haushalten sowie 420 Wohnhäuser.
Den Zeitzeugen war bekannt, dass in dem Jugendverein auch Sport eine wesentliche Rolle gespielt hatte und dort auch Handball gespielt wurde. Weiteres dazu siehe hier.

 
Aufnahme einer Wandergruppe des Jugendvereins von Hermsdorf 1910.
Aufnahme einer Wandergruppe des Jugendvereins von Hermsdorf 1910.

02 = Hermann Täumel
12 = ?? Plötner „Dooft“
14 = Albin Peuckert (später Fleischermeister)
17 = Alfred Vetter (später Friseurmeister)
21 = Pfarrer Johann Müller
22 = Otto Klein Bademeister Vater von 32

26 = Kurt Hartmann (Gravier- und Stempelfabrik)
32 = Werner Klein (später Bademeister)
35 = Artur Schöppe
36 = Curt Beyer (später Elektromeister)
39 = ?? Plötner „Taude“
45 = Walter Köllner (Kraftfahrer Riebeck)

November 1910 Herzog Ernst I. von Sachsen Altenburg wird von Pfarrer Müller begrüßt.
November 1910 Herzog Ernst II. von Sachsen Altenburg wird von Pfarrer Müller begrüßt (Bildausschnitt).
Weiteres zum Herzogbesuch siehe hier.
Im Jahr 1943 führte Pfarrer Müller letztmalig Schüler zur Konfirmation, von der letzten Konfirmation gibt es keine Klassenfotos -es war diese Klasse. Am 01. April 1944 ging er in den Ruhestand.
 
Ausschnitt aus einem Konfirmationsausweis
Ausschnitt aus einem Konfirmationsausweis
von Oberpfarrer Müller ausgestellt.