Eckdaten der Geschichte

 
Auf verschiedenen Fotos, in unterschiedlichen Dokumenten dieser Seite tauchen immer wieder Schilder, Plakate usw. auf, die Rückschlüsse auf Zeitpunkte der Erstellung dieser Dokumente ermöglichen. Einiger dieser geschichtlichen Daten möchten wir hier zur Einordnung und Erinnerung aufzeigen.
 
Territorium Hermsdorf
1890 Hermsdorf lag im Herzogtum Sachsen-Altenburg (S.A.) - Altenburg war Regierungssitz, der Sitz des Kreisgerichts Eisenberg. Mit der Gründung des Reichsfürstentums Altenburg wurde Roda 1603 Amtsstadt. Den ersten bedeutenden Aufschwung erhielt die Roda ab 1826, da es im nunmehrigen neuen Herzogtum Sachsen-Altenburg Verwaltungsmittelpunkt für dessen Westkreis wurde. 1852 haben sich die Gemeinden Roda und Klosterroda zur Stadtgemeinde Roda zusammengeschlossen. Im Juli 1925 wurde Roda in Stadtroda umbenannt.
1920 Ein thüringischer Staat entstand erst 1920 wieder aus acht Kleinstaaten. Zu ihm gehörten allerdings bis 1944 noch nicht die nördlichen Landesteile und das Zentrum des Landes, die Stadt Erfurt. Hermsdorf liegt nun in Thüringen.
01.04.1923 Hermsdorf, Klosterlausnitz und Weißenborn wurden zu einer Großgemeinde vereinigt.
01.08.1924 Die drei Gemeinden Hermsdorf, Klosterlausnitz und Weißenborn wurden wieder getrennt. Dabei wird die ehemalige Bahnhofsvorstadt Hermsdorf zugeschlagen.
13.04.1945 bis
03.07.1945

Am 13.04. marschierten die amerikanischen Truppen in Hermsdorf ein. Auf Grund abgeschlossener Vereinbarungen der Siegermächte räumten diese dann am 03.07.1945 Thüringen wieder.
In dieser Zeit war Hermsdorf amerikanisch besetzte Zone.

04.07.1945 bis
06.10.1949

Nach Abzug der Amerikaner aus Hermsdorf marschierte die Rote Armee ein, Hermsdorf war bis zur Gründung der DDR sowjetisch besetzte Zone.

1945

Nach dem 2. Weltkrieg wurden in der sowjetischen Besatzungszone die fünf Länder Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Sachsen gegründet, entweder als Nachfolger historischer Länder oder aus ehemaligen Provinzen Preußens.
Hermsdorf gehörte Verwaltungsmäßig zum Kreis Jena.

1952

Mit der Verwaltungsreform von 1952 wurden die 1945 gebildeten fünf Länder aufgelöst und in 15 Bezirke (Ostberlin wurde allerdings erst am 07.09.1961 zum Bezirk erklärt) überführt. Die Bezirke wurden (mit Ausnahme Ost-Berlins) in Kreise eingeteilt, deren Zahl von 132 auf 217 stieg. Die Bezirke erhielten einen Zuschnitt von jeweils etwa 800.000 bis 1 Mio. Einwohner, die Kreise von etwa 40.000 bis 60.000 Einwohner. Thüringen wurde aufgelöst und in drei Bezirke Erfurt, Gera und Suhl zerteilt . Hermsdorf gehörte zum Kreis Stadtroda im Bezirk Gera.

1990

Die 1952 gebildeten Bezirke Erfurt, Gera und Suhl wurden zusammengeschlossen. Seitdem ist Thüringen eines der 16 Bundesländer in Deutschland und trägt neben Bayern und Sachsen die Bezeichnung Freistaat, der jedoch keine politische Bedeutung zukommt. Seither gehören auch die nördlichen Landesteile und das Zentrum des Landes, die Stadt Erfurt (Landeshauptstadt), zu Thüringen

01.07.1994

Der Saale-Holzland-Kreis (SHK) wurde im Zuge der Gebietsreform im Freistaat Thüringen gebildet. Er umfasst die vormaligen Landkreise Eisenberg (EIS), Jena-Land (J) und Stadtroda (SRO).
Der SHK bildet die Flächenregion zwischen den beiden kreisfreien Städten Jena und Gera in Ostthüringen. Hermsdorf gehört seither zum SHK.

 
Deutsche Demokratische Republik (DDR) und Bundesrepublik Deutschland (BRD)
07.03.1946

Offizieller Gründungstag der Freien Deutschen Jugend (FDJ) der DDR - sozialistischer Jugendverband. In der DDR war sie die einzige staatlich anerkannte und geförderte Jugendorganisation. Sie war als bedeutende Massenorganisation Teil eines parallelen Erziehungssystems zur Schule. Die FDJ in der DDR war Mitglied im Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ) und im International Union of Students (ISB). In der Bundesrepublik Deutschland ist die ehemals organisatorisch selbständige „FDJ in Westdeutschland“ seit 1951 wegen Verfassungsfeindlichkeit verboten.
Erste Gruppen der FDJ entstanden schon vor dem Zweiten Weltkrieg im Exil im Juni 1936 in Paris, am 7. Mai 1938 in Prag und seit April 1939 in Großbritannien. Hauptaufgabe der FDJ in Großbritannien war die Unterstützung der meist sehr jungen jüdischen Emigranten. Die Arbeit der FDJ in der Tschechoslowakei und Frankreich kam mit der deutschen Besetzung zum Erliegen, da ihre Mitglieder fliehen mussten. In Großbritannien stellte die FDJ im Sommer 1946 ihre Tätigkeit ein, da etwa 200 ihrer Mitglieder zwischen Kriegsende und 1947 wieder nach Deutschland zurückkehrten.

27.06.1952 -
30.06.1952

IV. Parlament der FDJ in Leipzig
1948

Die Handelsorganisation (HO) war ein staatliches Einzelhandelsunternehmen in der DDR. Die HO wurde 1948 gegründet und bot anfangs bevorzugt lang entbehrte Gebrauchsgüter und Lebensmittel ohne Lebensmittelmarken an. Die Handelsorganisation war gegliedert in die Bereiche Industriewaren, Lebensmittel, Gaststätten und Warenhäuser. Die großen Centrum Warenhäuser gab es in vielen Bezirksstädten der DDR. Die Geschäfte und Warenhäuser der HO existierten neben denen der Konsum-Kette. Da diese genossenschaftlich geführt wurden und kein Staatsbetrieb waren wie die HO, wurde besonders in den Anfangsjahren der DDR von Regierungsseite versucht, die HO zu bevorteilen. Trotzdem etablierten sich beide parallel in der Alltagswelt der DDR.
Eine Besonderheit stellte die HO Wismut dar, die sich speziell in den Uranbergbaugebieten etablierte.
Die Handelsorganisation betrieb zusätzlich auch Hotels, wie beispielsweise das Hotel Neptun in Warnemünde oder von 1951 bis 1960 den Rasthof „Hermsdorfer Kreuz“. Nach der Wende in den Jahren 1989 und 1990 wurden die Geschäfte von der Treuhandanstalt veräußert.

13.12.1948

Die Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ war in der DDR die Kinderorganisation, die der FDJ unterstellt war. In ihr waren seit den 1960er/1970er Jahren fast alle Schulkinder der Klassen 1 bis 7 als Jungpioniere oder Thälmannpioniere organisiert. Die Pionierorganisation wurde am 13.12.1948 gegründet und im August 1990 aufgelöst. Vom Gründungstag abgeleitet, wurde der 13. Dezember deshalb in der DDR als Pioniergeburtstag begangen.

23.05.1949 Gründung der Bundesrepublik Deutschland.
07.10.1949 Gründung der DDR auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone einschließlich des sowjetischen Sektors Berlins.
1949-1960 Wilhelm Pieck ist vom 07.10.1949 bis 07.09.1960 der erste und einzige Präsident der DDR. Nach dessen Tod wurde der Staatsrat gegründet.
1960 bis
1971
Nach dem Tode Wilhelm Piecks wurde Walter Ulbricht Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates und Vorsitzender des neu geschaffenen Staatsrates und somit Staatsoberhaupt der DDR. Als Partei- und später auch als Staatschef hat er die DDR über zwanzig Jahre ganz entscheidend geprägt.
1971 bis
1976
Willi Stoph war Vorsitzender des Staatsrates
11.05.1973 Bis zum Inkrafttreten des Grundlagenvertrages 1973, in dem beide Vertragsstaaten Grundsatzfragen zu ihrer Koexistenz regelten, war die DDR nur durch die Staaten des Ostblocks, nicht aber durch das westliche Ausland anerkannt
1976 bis
1989
1976 übernahm Erich Honecker, der bereits seit 1971 Erster Sekretär des ZK des SED war, das Amt des Vorsitzenden des Staatsrats und führte seitdem, wie vor ihm bereits Ulbricht, die führenden Ämter in Partei und Staat wieder in Personalunion.
Nach dem Rücktritt Honeckers am 18.10.1989 von allen Ämtern während der Wendezeit übernahm Egon Krenz zunächst dessen Funktionen. Bereits sechs Wochen später am 06.12.1989 wurde jedoch der LDPD-Vorsitzende Manfred Gerlach Staatsratsvorsitzender. Hierdurch sollte die faktische Aufgabe der Führungsrolle der SED verdeutlicht werden.
05.04.
bis
02.10.1990

Der Staatsrat wurde bei der konstituierenden Sitzung der ersten frei gewählten Volkskammer durch eine Verfassungsänderung abgeschafft. Da für die absehbar kurze Übergangsphase bis zur Vereinigung mit der Bundesrepublik Deutschland das Amt des Staatspräsidenten nicht mehr eingeführt werden sollte, wurde mit Artikel 75a der DDR-Verfassung das Präsidium der Volkskammer mit den Befugnissen des Staatsrates und der Präsident der Volkskammer mit den Befugnissen des Staatsratsvorsitzenden betraut. Sabine Bergmann-Pohl war damit als Volkskammerpräsidentin vom  05.04. bis 02.10.1990 das letzte Staatsoberhaupt der DDR.

03.10.1990 Nach der Wende 1989/90 und dem damit einhergehenden Ende des Sozialismus in der DDR beschloss die erstmals freigewählte Volkskammer den Beitritt des Landes zur Bundesrepublik Deutschland.
Mit der deutschen Wiedervereinigung am 03.10.1990 endete die Existenz der DDR.
 
Währungen
01.07.1948 In den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands und drei Tage später auch in den drei Westsektoren Berlins wird durch die Währungsreform
die Reichsmark als gesetzliche Währungseinheit abgelöst.Sie blieb dort auch nach Gründung der Bundesrepublik Währungsmittel.
24.07.1948

In der Sowjetischen Besatzungszone und im Ostsektor Berlins wird die neue Währung eingeführte und hieß ebenfalls „Deutsche Mark“.
Sie blieb die Währung der DDR bis zum 31.07.1964. Die Mark war der Name verschiedener gesetzlicher Zahlungsmittel der Sowjetischen Besatzungszone
und der DDR zwischen 1948 und 1990. Sie wurden ab 1948 von der Deutschen Notenbank und ab 1968 von der Staatsbank der DDR herausgegeben.
Folgende auf „Mark“ lautende Währungen wurden im Territorium der DDR emittiert:

  • 24.07.1948 bis 31.07.1964 = Deutsche Mark der Deutschen Notenbank (DM)
  • 01.08.1964 bis 31.12.1967 = Mark der Deutschen Notenbank (MDN)
  • 01.01.1968 bis 30.07.1990 = Mark (M) der Deutschen Demokratischen Republik (auch: Mark der DDR)
01.07.1990 In der DDR löste die „Deutsche Mark" mit Inkrafttreten der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion
die Mark der DDR ab und blieb das gesetzliche Zahlungsmittel auch im wiedervereinigten Deutschland.
01.01.1999 wurde der Euro als Buchgeld eingeführt.
01.01.2002 wurde der Euro als Bargeld eingeführt.
 
Deutsche Volkspolizei (DVP / VP)
01.06.1945 Gründung der Deutschen Volkspolizei.
  Weitere Daten siehe hier
 
Nationale Volksarmee (NVA)
01.03.1956 Gründung der Nationalen Volksarmee zeitlich nach der Bundeswehr = war der Schlusspunkt einer Entwicklung, die 1952 mit der Proklamation der „Nationalen Streitkräfte“ begonnen hatte und in deren Verlauf vor allem die Kasernierte Volkspolizei (KVP) sowie die Grundstrukturen einer Militärorganisation aufgebaut wurden. Dieser Aufbau vollzog sich ab 1955 im Rahmen des Warschauer Vertrages und unter Anleitung der Sowjetunion. Dabei wurde auch, ebenso wie bei der Bundeswehr, auf ehemalige Angehörige der Wehrmacht zurückgegriffen. Sie kamen meist aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft und hatten dort an Antifa-Schulungen teilgenommen.
1962 Umwandlung der bis dahin als Freiwilligenarmee bestehenden NVA und Einführung der Wehrpflicht.
 
Sozialistische Einheitspartei (SED)
1946 in der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone aus der Zwangsvereinigung von SPD und KPD hervorgegangene Partei. Sie entwickelte sich dort unter Einfluss der sowjetischen Besatzungsmacht zur führenden Partei in Form einer kommunistischen Kaderpartei, zur sogenannten Staatspartei.
Parteitage:
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.
VII.
VIII.
IX.
X.
XI.
XII.
Parteitag 21. bis 22. April 1946
Parteitag 20. bis 24. September 1947
Parteitag 20. bis 24. Juli 1950
Parteitag 30. März bis 6. April 1954
Parteitag 10. bis 16. Juli 1958
Parteitag 15. bis 21. Januar 1963
Parteitag 17. bis 22. April 1967
Parteitag 15. bis 19. Juni 1971
Parteitag 18. bis 22. Mai 1976
Parteitag 11. bis 16. April 1981
Parteitag 17. bis 21. April 1986
Parteitag ursprünglich für 1991 geplant, dann auf 15. bis 19. Mai 1990 vorverlegt, fand nicht mehr statt
Sonderparteitag der SED / PDS 8. bis 9. Dezember 1989 (Beschluss auf Umbenennung von SED in PDS)
   
Rundfunk / Fernsehen
15.09.1952 Gründung des Staatlichen Komitees für Rundfunk (StKfR) in Ost-Berlin nach sowjetischen Vorbild. Es war das oberste Leitungsgremium für den Rundfunk der DDR. Formal gesehen war das Staatliche Rundfunkkomitee dem Ministerrat der DDR unterstellt, real aber der politischen Kontrolle und Anleitung durch das Zentralkomitee der SED untergeordnet.
15.09.1968 Gründung des eigenständigen Staatlichen Komitees für Fernsehen. Das Staatliche Rundfunkkomitee blieb bestehen und war bis zum Zusammenbruch der DDR für die Leitung und Kontrolle des Hörfunks zuständig.
 
Arbeiterfestspiele

Die Arbeiterfestspiele waren seit 1959 (jeweils in einem anderen Bezirk der DDR) jährlich für jeweils eine Woche stattfindende Kulturfeste. Auf ihnen traten in- und ausländische Berufs- und Volkskünstler aus den Bereichen Literatur (Zirkel Schreibender Arbeiter), Theater, Musik und Bildender Kunst auf.
1958 durch den V. Parteitag der SED beschlossen und zunächst jährlich, ab 1972 alle zwei Jahre durchgeführt, boten die Arbeiterfestspiele die Möglichkeit, dass "die Arbeiterklasse die Höhen der Kultur erstürmen und von ihnen Besitz ergreifen" konnte.
Träger und Organisator der Arbeiterfestspiele war der FDGB in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultur und anderen Organen der sozialistischen Staatsmacht der DDR, der FDJ, der Nationalen Front sowie dem Kulturbund der DDR, den Künstlerverbänden, der Deutschen Akademie der Künste und anderen Kultur und Kunstinstitutionen der DDR.
Mit der Zeit entwickelten sich die Arbeiterfestspiele zu "Leistungsschauen der kulturschöpferischen Kräfte der Arbeiterklasse"; sie wurden fortan von Musikparaden des NVA-Orchesters begleitet. Daneben waren auch der Demokratische Frauenbund, die Nationale Front und sämtliche anderen DDR-Massenorganisationen an Planung und Gestaltung der Festspiele beteiligt

   
Austragungsorte der Arbeiterfestspiele waren die Bezirke (meist fanden in verschiedenen Orten Veranstaltungen statt, z.B. 1984 auch in Hermsdorf):
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.
VII.
VIII.
IX.
X.
XI.
XII
XIII.
XIV.
XV.
XVI.
XVII.
XVIII.
XIX.
XX.
XXI.
XXII.
1959 in Halle (12. bis 21.06.59)
1960 in Karl - Marx - Stadt [Chemnitz] (04. bis 12.06.1960)
1961 in Magdeburg (10. bis 18.06.1961)
1962 in Erfurt (18. bis 20.06.1965)
1963 in Cottbus (16. bis 30.06.1963)
1964 in Gera (19. bis 21.06.1964)
1965 in Frankfurt/Oder (18. bis 20.06.1965)
1966 in Potsdam (17. bis19.06.1966)
1967 in Dresden (16. bis 18.06.1967)
1968 in Halle (14. bis 16.06.1968)
1969 in Karl - Marx - Stadt [Chemnitz] (13. bis 15.06.1969)
1970 in Rostock (12.-14.06.1970)
1971 in Leipzig (04. bis 06.06.1971)
1972 in Schwerin (16.-19.07.1972)
1974 in Erfurt (06. bis 09.06.1974)
1976 in Dresden (25. bis 27.06.1976)
1978 in Suhl (30.06. bis 02.07.1978)
1980 in Rostock (27. bis 29.06.1980)
1982 in Neubrandenburg (25. bis 27.06.1982)
1984 in Gera (22. bis 24.06.1984)
1986 in Magdeburg (03. bis 06.07.1986)
1988 in Marxwalde (24. bis 26.06.1988) die letzten Arbeiterfestspiele
Die für 1990 geplanten XXIII. Arbeiterfestspiele sind ausgefallen.
Logo der Arbeiterfestspiele
Logo der Arbeiterfestspiele
Keramische Werke Hermsdorf - Betriebsfestspiele

01. Betriebsfestspiele der KWH 21.09.1970 bis 07.10.1970
02. Betriebsfestspiele der KWH 30.06.1971 bis 04.07.1971
03. Betriebsfestspiele der KWH 24.06.1972 bis 02.07.1972
04. Betriebsfestspiele der KWH 1973 (Juli)
05. Betriebsfestspiele der KWH 29.06.1974 bis 07.07.1974
06. Betriebsfestspiele der KWH 1975 (Juli)
07. Betriebsfestspiele der KWH 03.07.1976
08. Betriebsfestspiele der KWH 02. und 03.07.1977
09. Betriebsfestspiele der KWH 30.06.1978 bis 02.07.1978
10. Betriebsfestspiele der KWH Juni / Juli 1979
11. Betriebsfestspiele der KWH 1980
12. Betriebsfestspiele der KWH 22.06.6.1981 bis 05.07.1981
13. Betriebsfestspiele der KWH 24.06.1982 bis 03.07.1982 zusammen mit dem 1. Landschaftstag im Holzland.
14. Betriebsfestspiele der KWH 1983
15. Betriebsfestspiele der KWH 1984
16. Betriebsfestspiele der KWH 28.06.1985
17. Betriebsfestspiele der KWH 24.06.1986 und 05.07.1986
18. Betriebsfestspiele der KWH 1987
19. Betriebsfestspiele der KWH 14.06.1988 bis 25.06.1988 zusammen mit den 4. Stadtfestspielen.
20. Betriebsfestspiele der KWH 14.06.1989
21. Betriebsfestspiele der KWH 25.05.1990

 
Weltfestspiele der Jugend und Studenten
1947 in Prag – 17.000 Teilnehmer aus 71 Ländern
1949 in Budapest – 10.400 Teilnehmer aus 82 Ländern
1951 in Ost-Berlin – 26.000 Teilnehmer aus 104 Ländern - darunter eine Anzahl Jugendlicher aus Hermsdorf.
1953 in Bukarest – 30.000 Teilnehmer aus 111 Ländern
1955 in Warschau – 30.000 Teilnehmer aus 114 Ländern
1957 in Moskau – 34.000 Teilnehmer aus 131 Ländern
1959 in Wien – 18.000 Teilnehmer aus 112 Ländern
1962 in Helsinki – 18.000 Teilnehmer aus 137 Ländern
1968 in Sofia – 20.000 Teilnehmer aus 142 Ländern
1973 in Ost-Berlin – 25.600 Teilnehmer aus 140 Ländern
1978 in Havanna – 18.500 Teilnehmer aus 145 Ländern
1985 in Moskau – 26.000 Teilnehmer aus 157 Ländern
1989 in Pjöngjang – 10.000 Teilnehmer aus 177 Staaten und Westberlin
1997 in Havanna – 12.325 Teilnehmer aus 132 Ländern
2001 in Algier
2005 in Caracas
 
Deutschlandtreffen
  1. 1950 in Berlin von der FDJ der DDR und der damals noch nicht verbotenen FDJ der BRD zu Pfingsten (vom 27. bis 30. Mai) organisiert. An diesem ersten Treffen nahmen 700.000 Jugendliche teil.
  2. 1954 zweites Treffen
  3. 1964 drittes (und letztes) Treffen mit 500.000 Teilnehmern - es sollten unter anderem für die deutsche Einheit (allerdings nach den Vorstellungen der DDR) werben und waren das deutsche Pendant zu den internationalen Weltfestspielen der Jugend und Studenten. Erstmals von DDR-Bands und vom DDR-Radio (Gründung Jugendradio DT64) öffentlich englische Musik gespielt wurde. Auf den Treffen gab es ein umfangreiches kulturelles Programm, sowie Vorträge und Diskussionsveranstaltungen.
 
Sportfeste - Zeiten - Ausrichter und ursprüngliche Bezeichnungen
Nr. Datum Ort Ursprüngliche Bezeichnung Verband
01. 16.-19.06.1860 Coburg 1. Deutsches Turn- und Jugendfest .
02. 10.-12.08.1868 Berlin 2. Deutsches Turn- und Jubelfest
03. 01.-05.08.1863 Leipzig 3. Allgemeines Deutsches Turnfest
. 1868 . Ausgefallen aufgrund des Deutschen Krieges.
04. 03.-06.08.1872 Bonn IV. Allgemeines Deutsches Turnfest Deutsche Turnerschaft
. 1878 Breslau Ausgefallen aufgrund des Attentats auf den Kaiser. Deutsche Turnerschaft
05. 24.-28.07.1880 Frankfurt am Main V. Deutsches Turnfest Deutsche Turnerschaft
06. 18.-21.07.1885 Dresden VI. Deutsches Turnfest Deutsche Turnerschaft
07. 27.-31.07.1889 München VII. Deutsches Turnfest Deutsche Turnerschaft
08. 21.-25.07.1894 Breslau VIII. Allgemeines Deutsches Turnfest Deutsche Turnerschaft
09. 23.-27.07.1898 Hamburg IX. Deutsches Turnfest Deutsche Turnerschaft
10. 18.-23.07.1903 Nürnberg 10. Deutsches Turnfest Deutsche Turnerschaft
11. 18.-23.07.1908 Frankfurt am Main 11. Deutsches Turnfest Deutsche Turnerschaft
12. 12.-16.07.1913 Leipzig 12. Deutsches Turnfest Deutsche Turnerschaft
. 1918 . Ausgefallen aufgrund des 1.Weltkrieges. .
13. 22.-25.07.1922 Leipzig 1. Deutsches Arbeiter-Turn- und Sportfest Arbeiter-Turn- und Sportbund
14. 14.-18.07.1923 München 13. Deutsches Turnfest Deutsche Turnerschaft
15. 25.-30.07.1928 Köln 14. Deutsches Turnfest Deutsche Turnerschaft
16. 18.-21.07.1929 Nürnberg 2. Arbeiter-Turn- und Sportfest Arbeiter-Turn- und Sportbund
17. 26.-31.07.1933 Stuttgart 15. Deutsches Turnfest Deutsche Turnerschaft
18. 27.-31.07.1938 Breslau Deutsches Turn- und Sportfest Deutscher Reichsbund für Leibesübungen
. 1943 . Ausgefallen aufgrund des 2.Weltkrieges. .
19. 19.-23.08.1948 Frankfurt am Main Frankfurter Turnfest Deutscher Arbeitsausschuss Turnen
20. 02.-09.08.1953 Hamburg Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
21. 18.-22.08.1954 Leipzig I. Deutsches Turn- und Sportfest Deutscher Sportausschuss (DDR)
22. 02.-5.08.1956 Leipzig II. Deutsches Turn- und Sportfest Deutscher Sportausschuss (DDR)
23. 20.-28.07.1958 München Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
24. 13.-16.08.1959 Leipzig III. Deutsches Turn- und Sportfest Deutscher Turn- und Sportbund (DDR)
25. 15.-21.07.1963 Essen Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
26. 01.-04.08.1963 Leipzig IV. Deutsches Turn- und Sportfest der DDR Deutscher Turn- und Sportbund (DDR)
27. 28.05.-02.06.1968 Berlin Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
28. 24.-27.07.1968 Leipzig V. Deutsches Turn- und Sportfest der DDR Deutscher Turn- und Sportbund (DDR)
29. 12.-17.06.1973 Stuttgart Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
30. 25.-31.07.1977 Leipzig VI. Turn- und Sportfest der DDR Deutscher Turn- und Sportbund (DDR)
31. 30.07.- 5.08.1978 Hannover Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
32. 26.06.-03.07.1983 Frankfurt am Main Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
33. 25.-31.07.1983 Leipzig VII. Turn- und Sportfest der DDR Deutscher Turn- und Sportbund (DDR)
34. 31.05.-07.07.1987 Berlin Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
35. 27.07.-02.08.1987 Leipzig VIII. Deutsches Turn- und Sportfest Deutscher Turn- und Sportbund (DDR)
36. 27.05.-03.06.1990 Dortmund/Bochum Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
37. 15.-22.05.1994 Hamburg Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
38. 31.05.-07.06.1998 München Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
39. 18.-25.05.2002 Leipzig Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
40. 14.-21.05.2005 Berlin Internationales Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
41. 30.05-05.06.2009 Frankfurt am Main Internationales Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
42. 18.-25.05.2013 Rhein-Neckar Internationales Deutsches Turnfest Deutscher Turnerbund
 

DTSB - Der Deutsche Turn- und Sportbund war die zentrale für den Sport zuständige Massenorganisation der DDR. Er wurde am 27./28. April 1957 gegründet und löste damit faktisch den Deutschen Sportausschuss (DSA) ab. Gleichzeitig übernahm der DTSB einige wichtige Aufgaben des Staatlichen Komitees für Körperkultur und Sport. Der DTSB wurde in der Praxis unmittelbar durch das ZK der SED angeleitet. Zuständig war die Abteilung Sport unter der Leitung von Erich Honecker (bis 1971), Paul Verner (1971–1984) und Egon Krenz (1984–1989).
Die beim DSA zuvor als Sektionen vertretenen Sportarten wandelten sich unter dem Dach des DTSB in Sportverbände um, aus der Sektion Fußball entstand also beispielsweise der Deutsche Fußball-Verband (DFV).
Der DTSB gliederte sich in 15 Bezirksorganisationen, die jeweils weiter auf Kreis- und Stadtebene unterteilt waren. Die Armeesportvereinigung Vorwärts der NVA sowie die Sportvereinigung Dynamo der inneren Sicherheitsorgane (MfS, Volkspolizei, Zoll) gehörten dem DTSB offiziell mit dem Status einer Bezirksorganisation an, waren de facto aber eigenständig.
Präsident des DTSB = 1961 bis 1988 Manfred Ewald, der als Präsident des NOK, Vorsitzender der geheimen Leistungssportkommission sowie als Mitglied des ZK der SED die zentrale Rolle im DDR-Sportsystem innehatte. Der erste Präsident des DTSB von 1957 bis 1961 war jedoch Rudi Reichert. Nach Ewalds Entmachtung 1988 übernahm Klaus Eichler bis zur Wende seine Position. Martin Kilian leitete als letzter DTSB-Präsident 1990 die Auflösung des Sportbundes.

 
Straßenfeste "Alte Regensburger Straße" Hermsdorf
01. Straßenfest 1993
02. Straßenfest 1994
03. Straßenfest 1995
04. Straßenfest 1996
05. Straßenfest 1997
06. Straßenfest 1998
07. Straßenfest 1999
08. Straßenfest 2000
09. Straßenfest 2001
10. Straßenfest 2002
11. Straßenfest 2003
12. Straßenfest 2004
13. Straßenfest 2005
14. Straßenfest 2006
15. Straßenfest 2007
16. Straßenfest 2008
17. Straßenfest 2009
18. Straßenfest 2010
19. Straßenfest 2011
20. Straßenfest 2012