Professor Dr. med. habil. Dieter Müller

 
  • geboren am 25.01.1942 in Hermsdorf
  • Vater Max Müller (* 1914 - † 2002) war  Verwaltungsleiter der Betriebspoliklinik und Mitarbeiter in den KWH
  • Mutter Marie Müller (*1915 - † 2004) langjährige Verkaufsstellenleiterin der HO-Kurzwaren in Bad Klosterlausnitz
  • Besuch der Grundschule "Friedensschule" in Hermsdorf von 1948-1956
  • Besuch der Erweiterten Oberschule in Eisenberg von 1956-1960
  • Abitur 1960
  • 1960 / 61 Medizinisches Vorpraktikum im Bezirkskrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Stadtroda
  • 1961-1967 Medizinstudium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • 1967 Approbation als Arzt und Promotion zum Dr. med.
  • seit 1967 am Institut für Pharmakologie und Toxikologie des Universitätsklinikums Jena tätig
  • 1977 Habilitation
  • 1983 Berufung zum Hochschuldozenten für Pharmakologie unf Toxikologie
  • seit 1993 Univ.-Professor für Pharmakologie und Toxikologie
  • 1998-2007 komm. Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie
  • seit 1964 wohnhaft in Jena, seit 1968 verheiratet, 1 Sohn, 2 Enkel
Professor Dr. med. habil. Dieter Müller

Max und Marie Müller, wohnten bis 1966 in der heutigen Alten Regensburger Str. 25 im "Russenhaus", dann bis zu ihrem Tode 2002 bzw. 2004 in der Rudolf-Breitscheid-Str. 6. Vater Max wurde 1914 und Dieter Müller 1942 im Russenhaus geboren. Die Mutter kam 1939 nach Hermsdorf. Dieter Müller wohnte dort bis 1964, danach mit Hauptwohnsitz in Jena.

Eine ausführliche Laudatio zu seinem 65. Geburtstag siehe unten.


1961

1961 - Auszeichnung der Betriebspoliklinik mit der
"Medaille für ausgezeichnete Leistungen"
1 = Chefarzt Dr. Werner Schmidt 2 = Arzthelfer Wilhelm Loßmann
3 = Max Müller Verwaltungsleiter 4 = Dr. Rudolf Heinecke

weitere Fotos aus der Betriebspoliklinik KWH

 
Univ.-Prof. Dr. med. Dieter Müller
Univ.-Prof. Dr. med. Dieter Müller
 

Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Dieter Müller anlässlich seines 65. Geburtstages

Herr Univ.-Prof. Dr. Dieter Müller begeht am 25. Januar 2007 seinen 65. Geburtstag und blickt auf eine über 40-jährige erfolgreiche Tätigkeit an der FSU Jena zurück. Seine Mitarbeiter danken dem Jubilar für eine jahrzehntelange kollegiale Zusammenarbeit und vor allem für die seit 1998 als kommissarischer Direktor des Institutes für Pharmakologie und Toxikologie am Klinikum der FSU geleistete Arbeit.
Prof. Müller wurde 1942 in Hermsdorf geboren. 1960 legte er das Abitur in Eisenberg ab. Nach einem einjährigen Praktikum am Bezirkskrankenhaus Stadtroda studierte er ab 1961 Medizin in Jena und schloss seine Ausbildung 1967 als approbierter und promovierter Arzt ab. Von 1967-1972 absolvierte Prof. Müller seine Weiterbildung zum Facharzt am Jenaer Institut für Pharmakologie und Toxikologie. Davon verbrachte er ein Jahr an der Kinderklinik Jena. Diese Hospitation hat ihn mit der Denkweise eines Klinikers vertraut gemacht, was ihm für seine Arbeit als Pharmakologe stets von großem Nutzen war. 1975 erfolgte seine Ernennung zum Oberarzt. Zwei Jahre danach erlangte er die Promotion B, die 1977 mit dem Johannes-Müller-Preis der Gesellschaft für Experimentelle Medizin der DDR gewürdigt worden ist. Im selben Jahr bekam er die Facultas docendi und wurde 1983 zum Hochschuldozenten berufen, nachdem er 1980 einen längeren Studienaufenthalt in North Carolina (USA) verbracht hatte. Seit 1990 war Prof. Müller stellv. Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der FSU, das er seit 1998 kommissarisch leitet. 1993 erfolgte seine Berufung zum Universitätsprofessor.
In seiner Forschungsarbeit befasste sich Prof. Müller mit Problemen der Entwicklungspharmakologie, insbesondere mit der Altersabhängigkeit und Beeinflussbarkeit der Biotransformation von Arzneimitteln und toxischen Stoffen. Dabei kooperierte er von 1971-1989 mit Pädiatern und Geburtshelfern im Rahmen eines Forschungsprojektes „Perinatologie“. Nach der Wende etablierte er in Jena die Nutzung von Präzisionsleberschnitten von menschlichem Operationsmaterial für pharmakologische Untersuchungen. Dadurch war es ihm erstmals möglich, einen direkten Nachweis der Wirkungen von Arzneimitteln und toxischen Substanzen am menschlichen Gewebe zu erbringen. Seine Forschungsarbeiten wurden fast fünf Jahre durch das BMBF und über drei Jahre durch ein EU-Projekt gefördert. In jüngerer Zeit wandte sich Prof. Müller der Aufklärung der Mechanismen des Leberversagens bei Sepsis und der Entwicklung neuer Therapiestrategien zu.
In ca. 120 Publikationen und mehr als 150 Vorträgen und Postern hat er seine experimentellen Arbeiten veröffentlicht und wurde als ausgewiesener Fachmann mehrfach als Chairman zu internationalen Kongressen eingeladen.
Herr Prof. Müller verstand es, aufgrund seiner herausragenden Fähigkeiten als Hochschullehrer die Lehre im Fach Pharmakologie und Toxikologie den Erfordernissen der modernen Zeit optimal anzupassen, wofür ihm die Studenten große Dankbarkeit erwiesen. Er hielt von 1972-1991 die Vorlesung „Pharmakologie“ für Zahnmedizinstudenten, übernahm seit 1990 einen großen Anteil der Vorlesungen für Medizinstudenten und unterrichtete Biologie- und Biochemiestudenten. Seit 1967 leitete Prof. Müller Pharmakologieseminare für Medizinstudenten, die von ihm auch in englischer Sprache durchgeführt wurden.
Prof. Müller widmet der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses besondere Aufmerksamkeit. 40 von ihm betreute Promotionen sind Beleg dafür. Seit 1994 war er Verantwortlicher für das ERASMUS-Programm der Medizinischen Fakultät der FSU und setzte sich engagiert für den Austausch von Jenaer Medizinstudenten mit europäischen Partneruniversitäten ein. Zehn Jahre war er Mitglied des Fakultätsrates, davon zwei Jahre Studiendekan.
Von 1987 bis 1990 war Prof. Müller Angehöriger der Fachkommission Pharmakologie/Toxikologie der DDR und in dieser Funktion maßgeblich an der Organisation der Facharztweiterbildung und an der Durchführung von Facharztprüfungen beteiligt. In den vergangenen 15 Jahren besaß er die Weiterbildungsermächtigung der LÄK Thüringen für Pharmakologie und Toxikologie und war seit 1998 Sektionsleiter Pharmakologie/Toxikologie der Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung der LÄK Thüringen.
Auch international war er eng mit Belangen der Weiterbildung befasst, so ab 1987 als Verantwortlicher für Weiterbildung auf dem Gebiet der Toxikologie in der Federation of the European Societies of Toxicology, nach deren Vereinigung mit der European Society of Toxicology zu EUROTOX (1989) als Mitglied der Arbeitsgruppe „Weiterbildung“. Dort organisierte und leitete er 1991 den Workshop „Education and Training in Toxicology“ in Maastricht.
Im Mai 1990 wurde Prof. Müller zum letzten Geschäftsführer der Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie der DDR gewählt. In dieser Funktion und als Mitglied der Wiedervereinigungskommission der Deutschen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie war er maßgeblich an der Zusammenführung beider Teilgesellschaften beteiligt.
Prof. Müller brachte in den letzten 15 Jahren seine langjährige Berufserfahrung für den Schutz von Versuchstieren ein. Sowohl als Mitglied der Tierschutzkommission beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (1991-1995) als auch seit 1997 als Mitglied der beratenden Kommission (§15 Tierschutzgesetz) des Landes Thüringen, die in die Genehmigung von Tierversuchen eingebunden ist, traf er stets Entscheidungen, die das Wohl der Versuchstiere und den wissenschaftlichen Fortschritt gleichermaßen berücksichtigten.
Trotz seiner vielfältigen beruflichen Belastung ist Prof. Müller stets ruhig und ausgeglichen. Die Kraft hierfür schöpfte er zweifelsohne aus seinem harmonischen Familienleben, wobei seine zwei kleinen Enkelchen ihm ganz besondere Freude bereiten. Seine Mitarbeiter wünschen Herrn Prof. Müller eine stabile Gesundheit und weiterhin viel Lebensfreude im Kreise seiner Lieben! Ad multos annos faustosque!
Christian Fleck