Chronik der Feuerwehr Hermsdorf 09.04.1945 bis 30.12.1999

Teil 1777 bis 1945
 
Brände, Einsätze und Hilfeleistungen sind in einer gesonderten Seite aufgeführt und hier (bis auf Ausnahmen) nicht hier gelistet (klick hier).
 

09.04.1945
Es gab schwere Bombenangriffe auf Hermsdorf, beim Luftangriff der Alliierten wurden über 20 Gebäude durch Bomben beschädigt. Der Schwerpunkt der Zerstörung erstreckte sich um das ehemalige Cafe Rühling, wo auch zwei Frauen und ein Kind auf Grund der Brandverletzungen im Krankenhaus Eisenberg starben, bis zum Sägewerk Kraft und von dort entlang der Schulstraße bis zur Kistenfabrik Herling. Teile des Handwerkerhauses in der HESCHO , die Sortierung im Gelände II und das E-Werk wurden bei Bombenabwürfen schwer beschädigt. Drei Personen kommen bei den Angriffen vormittags in der HESCHO  ums Leben.
Auf dem Gelände der Schule schlugen mehrere Brandbomben ein. Der alte Bau der Volksschule erhielt einen Treffer, der vom Dach bis in den Keller durchschlugt, aber gelöscht wurde. Alle anderen Treffer befanden sich im Freien.
Der Einsatz der Feuerwehr war anfänglich wenig erfolgreich. So wurde der Löscheinsatz durch den Beschuß der amerikanischen Jagdbomber behindert. Wegen eines Stromausfalls funktionierten die Pumpen im Wasserwerk nicht und somit war auch eine Löschwasserversorgung über die Hydranten nicht möglich. Dies hatte wiederum zur Folge, dass auch Gebäude ein Opfer der Flammen wurden, obwohl sie nicht von Bomben getroffen waren. So geriet zum Beispiel die Friedensschule erst später durch einen brennenden Bretterstapel der benachbarten Kistenfabrik Krautwurst in Brand und wurde total beschädigt. Später wurde der Löscheinsatz durch einen Löschzug der Berufsfeuerwehr Gera und Löschkräften aus Stadtroda unterstützt. Diese hatten Löschfahrzeuge aus Görlitz und Dresden besetzt, welche die Wehrmacht vor der vorrückenden russischen Armee nach Waltersdorf und Tröbnitz verlagert hatte.

Mai 1945
In die Freiwilligen Feuerwehr Hermsdorf wurden neben den 18 Angehörigen noch 32 Personen zum Feuerwehrdienst verpflichtet. Die feuerwehrtechnische Ausrüstung bestand aus einer Tragkraftspritze TS 8, einer Handdruckspritze, einem Hydrantenwagen und einem Gerätewagen, beide bestückt mit diversem Löschgerät. Unmittelbar nach Kriegsende wurde das Gerätehaus geplündert, auch alle Uniformen wurden entwendet.

August 1945
Alfred Rosenkranz übernahm die Funktion des Ortsbrandmeisters von Karl Schünzel, dieser wurde Stellvertreter.

Mitte 1946
Kennzeichnung aller Uniformen mit einer roten Armbinde und der Aufschrift „Feuerwehr“ in deutscher und russischer Sprache.

Armbinde 1946

April 1947
Das 1. Vergnügen nach dem Krieg wurde gefeiert. Man organisierte 40 Liter Schnaps zur Herstellung von Grog. Die Höhe des Eintrittspreises wurde jedem selbst überlassen. Jedoch sollte mindestens eine Reichsmark genommen werden. Etwas verwundert und erbost war man über eine Gebühr für die Aufführungsbewilligung von 12,24 Mark durch die GEMA. Wie konnte es sein, dass man etwas bezahlen musste, obwohl man nichts gekauft hatte.

Juli 1948
Am Straßenteich wurde ein Ansaugschacht für die Feuerspritze angebracht, um bei Brandgefahr in der Kirchenholzsiedlung  mit Schnelligkeit arbeiten zu können. Der Gemeinderat stellt hierfür Mittel zur Verfügung.

19.11.1948
Das Thüringer Gesetz über das Feuerlöschwesen trat in Kraft. Mit ihm wurde die Grundlage für die zentrale Unterstellung der Feuerwehren und die Übereignung von Ausrüstung, Fahrzeuge, Gebäuden und Grundstücken ins Volkseigentum geschaffen.

1950
Eugen Hoffmann übernahm die Leitung der HESCHO - Werksfeuerwehr und löst Franz Pfeiffer ab.

1950 - 1952
Auf der Grundlage der Rundverfügung Nr. 1/50 (c) vom 07.02.1950 wurde mit der Aufstellung des 1. Jugendlöschaktivs begonnen. Ihm gehörten Kameraden der Wehr im Alter von 20 Jahren an.

1952
Auflösung der Länder und Neugliederung des Thüringer Territoriums in die Bezirke Erfurt, Gera und Suhl. Die Region um Altenburg und Schmöln wurde dem Bezirk Leipzig zugeordnet. Hemrsdorf gehörte zum Kreis Stadtroda, Bezirk Gera. Die FFW wurden der organisatorischen Leitung der VPKA Abteilung Feuerwehr unterstellt.

31.08.1952
Ausflug der FFW Hermsdorf in die Feengrotten

31.08.1952 Ausflug der FFW Hermsdorf am 31.08.1952 in die Feengrotten
Die Personen auf dem Foto gehören nicht alle zur FFW Hermsdorf, es sind auch andere Besucher.
01 = Rosenkranz, Alfred Ortsbrandmeister
02 = Schröter, Wolfgang (Vater von Andreas Schröder)
03 = Lange, Helmut
04 = Discher, Artur
16 = Rüdiger, Eberhard
19 = Rosenkranz, Frieda Ehefrau von 01.
20 = Vogel, Charlotte geb. Hädrich zu 32.
21 = Opel, Heinz
22 = Steingrüber, Werner „Zwiebel“
30 = Lange, Werner

31 = Schmidt, Karl „Schmidtsbäcker“
32 = Vogel, Heinz
33 = Kluckas, Otto
34 = Riedel, Rudi
35 = Bachmann, Helmut
40 = Schröder, Erich
41 = Schmidt, Achim
42 = Langbein, Rudolf
43 = Hegel, Gerhard
44 = Röben, Klaus
45 = Senf, Ralf
53 = Schlauch
 

01.01.1956
Das 1. zentrale Brandschutzgesetz der Deutschen Demokratischen Republik trat in Kraft.

29.09.1956
Übernahme eines neuen Löschgruppenfahrzeuges vom Typ Garant K 30 (Bild unten).

Unter dem Rathaussaal wurde in Eigenleistung dafür eine Garage hergerichtet.
01 = Günter Plötner
02 = Rolf Hüllner
03 = Joachim Plötner
04 = Adolf Discher
05 = Karl Steingrüber
06 = Werner Lange
07 = Alfred Rosenkranz (Wehrführer 11.08.1945 - 28.04.1965)
08 = Arthur Discher
09 = Rudolf Langbein
10 = Helmut Schöppe
11 = Heinz Vogel
12 = Eberhard Rüdiger
13 = Hans Claus
14 = Harro Biolawek
15 = Ernst Schleif
16 = Hans Krieg
17 = Manfred Kollhoff
18 = Ralf Senf
Volkswacht vom 03.10.1956
     
Elite seit 18.05.1926 Opel - Mannschaftswagen seit 1950 Löschfahrzeug LF 8 seit 29.09.1956
Elite seit 18.05.1926 Opel - Mannschaftswagen seit 1950 Löschfahrzeug LF 8 seit 29.09.1956
außer Betrieb: 1958 verschrottet außer Betrieb: 1956 nach Stadtroda,
dort im gleichen Jahr verschrottet.
außer Betrieb: 1985
Der alte Mannschaftswagen von der Berliner Polizei, den der Kfz-Meister Werner Vogel umgebaut hatte.

 Werner Vogel vor dem Mannschaftswagen, mit Sohn  
                          Werner Vogel vor dem Mannschaftswagen, mit Enkel Hansi

1958
Wegen großer technischer Mängel musste die Automobilspritze von 1926 ausgesondert werden. Den letzten größeren Einsatz hatte das Fahrzeug wahrscheinlich beim Großbrand bei der Firma Hegemann am 12.12.1955. Leider wurde dieses Fahrzeug verschrottet und konnte nicht als historisch wertvolles Fahrzeug erhalten werden.

1960
Die Leitung der Werksfeuerwehr übernahm Günter Keppel, der Karl Ransmayer (1958 - 1960) ablöste. Mit der Beschaffung eines Tanklöschfahrzeuges TLF 16 vom Typ S 4000-1 wurde mit der Erneuerung der Löschtechnik begonnen.

1962
Zur Sicherstellung der Wasserversorgung für die Produktion in den Keramischen Werken Hermsdorf musste Wasser über eine 4500 Meter lange Schlauchleitung von Oberndorf her gefördert werden.
Als freiwillige Arbeitsleistungen wurde das Aufstellen eines geodätischen Vermessungspunktes bei Tröbnitz, die Wartung und Pflege der Hydranten und die Beräumung der Wundstreifen entlang der Bahnlinie Weimar - Gera zwischen der Ziegenmühle und der Papiermühle übernommen.


Dezember 1962
Manfred John wurde mit der Leitung der Betriebswehr beauftragt. Die Mannschaftsstärke betrug 54 Kameraden, die in 6 Gruppen rund um die Uhr ihren Dienst verrichteten.

1963
Aufstellung von Brandschutzbereitschaften für den Katastrophenschutz im Bezirk Gera. Auch die FFW Hermsdorf stellten eine Gruppe, die sich aus wehruntauglichen und später vom Wehrdienst freigestellten Kameraden zusammensetzte.

1964
Gründung der „Pflichtfeuerwehr Rungsendorf “ mit der Darstellung eines historischen Löscheinsatzes mittels Eimerkette aus Anlass des 60ig jährigen Bestehens der Betriebsfeuerwehr. 
   
28.04.1965
Günter Plötner, der bereits seit 1955 als Stellvertreter tätig war, übernahm die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Hermsdorf. Die Sollstärke wurde auf 60 Kameraden festgelegt, welche jedoch bis Anfang der 1980iger Jahre nie erreicht wurde.
Zur Verbesserung der Ausbildung und Schulung wurde begonnen, jährlich einen Wochenendlehrgang durchzuführen.

1967
Durch die enorme Entwicklung der Keramischen Werke musste auch die Ausrüstung der Betriebsfeuerwehr den betrieblichen Anforderungen angepasst werden. Neben dem Löschgruppenfahrzeuges LF 16 vom Typ S 4000-1 (1964) wurde ein CO2 - Löschfahrzeug vom gleichen Typ und im Zusammenwirken mit der damalige Betriebspoliklinik ein Rettungswagen RTW bereitgestellt..

1967
Die Feuerwehr wurde zur Bewässerung von Feldern der LPG eingesetzt. Das Foto entstand an der Wasserabnahmestelle - dem Freibad.
Wasserabnahme im Freibad Hermsdorf

01 = Mike Enke   02 = Lothar Gräfe "Leppo"    3 = Herbert Teller (Hauptbuchhalter LPG Hermsdorf)  04 = Ernst Peupelmann

03.05.1968
Nach langem Hin und Her wurde mit dem Bau des Gerätehauses in der Wiesenstraße 16 begonnen. Material- und Geldprobleme begleiteten den Bau, der überwiegend durch die Kameraden der FFW als Eigenleistung geschaffen wurde.

25.05.1968
Die FFW Hermsdorf errang den 3. Platz beim Bezirksausscheid im Gruppenwettkampf in der Wertung „Feuerwehr mit LF“.

28.04.1969
Die Ausrüstung der Wehr wurde mit der Übernahme eines Löschgruppenfahrzeuges LF 16 vom Typ S 4000-1 vom Kommando Feuerwehr Weimar und einem
CO2
-4-Flaschengerät erweitert.


Juli 1969
Bei den Arbeiten zur Verlegung der Abwasserrohre am Gerätehaus stieß man in Straßennähe in einer Tiefe von 2 m auf eine alte Wasserleitung aus Holz.
Sie bestand aus 18 - 20 cm starken Baumstämmen, welche in der Mitte ein 6 cm großes Loch hatten.


1969
Mit Einführung der Leistungsstufen mussten die Feuerwehren, die diese erringen wollten, bestimmte Kriterien erfüllen. So widmete man sich intensiv der Jugendarbeit. Die fachliche Ausbildung der Arbeitsgemeinschaften „Junge Brandschutzhelfer“ erfolgte nach zentralen Vorgaben. Im Vordergrund stand dabei die brandschutzgerechte Erziehung und die Nachwuchsgewinnung für die Freiwillige Feuerwehr.
Auch ein prozentualer Frauenanteil musste in der Feuerwehr nachgewiesen werden. Die erste Frauengruppe unserer Wehr setzte sich aus den Ehefrauen einiger Kameraden zusammensetzte. Sie waren auf dem Gebiet des vorbeugenden Brandschutzes tätig.


26.06.1970
Die Freiwillige Feuerwehr Hermsdorf wurde mit der Medaille „Für Verdienste im Brandschutz“ geehrt.

03.12.1970
In Erwartung neuer Löschtechnik wurde das Löschfahrzeug LF-LKW-TS8-STA vom Typ K 30 durch die Feuerwehr Waldeck übernommen.

1971
Der mit der weiteren Bauausführung beauftragte Kreisreparaturbetrieb Stadtroda wurde wiederholt zu anderen „wichtigeren“ Baustellen abgezogen und die Arbeiten am Geräte- / Wohnhaus der Feuerwehr gingen nur schleppend voran.

30.03.1971
Vom Kommando Feuerwehr Gera wurde ein Tanklöschfahrzeug TLF 15 vom Typ G5 übernommen (Foto unten). Das Fahrzeug wurde provisorisch bei der Firma Langbein auf dem Berg untergestellt. Einen der letzten Einsätze beim Kommando Feuerwehr Gera (Berufswehr) hatte der Tanker bei zwei Waldbränden in der MUNA Hermsdorf. Ein Beschäftigter des damaligen Munitionsbergungsbetriebes hatte bei hochsommerlichen Temperaturen eine Wiese abgebrannt und das Feuer griff rasch auf den Wald über. Nachdem der erste Waldbrand gelöscht war, wiederholte sich alles nochmals (!). Rauch war bis in die Innenstadt von Gera zu sehen, stammte aber nicht vom Brand, sondern von Marine - Nebelkörpern die im Wald verstreut herumlagen.

G 5 Tanker
Als Traditionsfahrzeug heute noch im Bestand der FFW Hermsdorf.

November 1971
Erst jetzt, da das Gerätehaus durch den Rat des Kreises in den Plan aufgenommen wurde, erteilten die zuständigen Stellen die endgültige Baugenehmigung für das Gerätehaus.

1974
Zum Jubiläum "75 Jahre FFW Hermsdorf" wurden Medaillien gefertig, deren erste Fassung wurde verboten, eingezogen und vernichtet.
weitere Informationen

1974
Das Jubiläum "
75 Jahre FFW Hermsdorf" und "70 Jahre Betriebsfeuerwehr KWH" wurde durch beide Wehren gemeinsam gefeiert. Es fand ein Festumzug dazu statt.

01.05.1974 Bericht zum Bau von 1968 bis 1974 klick hier
Übergabe des Gerätehauses mit 4 Garagen, einem Schulungsraum und 5 Wohnungen für Feuerwehrangehörige. Die Bausumme betrug 560000,- Mark.
Aus diesem Anlass erhielt
die FFW ein neues Löschgruppenfahrzeug LF8-TS8-STA vom Typ LO 2002 A.


01.05.1974 Einweihung des neuen Gerätehauses
Nach längerer Bauzeit und zahllosen Arbeitseinsätzen wurde am 1. Mai 1974 das neu FFW Gerätehaus in der Wiesenstraße eingeweiht.
01 = Plötner, Günter
02 = Bachmann, Inge
03 = Bachmann, Helmut
04 = Discher, Renate
05 = Plötner, Karl-Heinz
06 = Bräuner, Erika
07 = Discher, Artur
08 = Wiedemann, Ursel
09 = Plötner, Dietmar
10 = Sacklowski, Roland
11 = Thäsler, Christine
12 = Kluckas, Hans-Jürgen
13 = Plötner, Ilse
14 = Plötner, Gisela
15 = Junker, Uli
16 = Jäger, Christa
17 = Posse, Dietmar
18 = Merkel, Brigitte
19 = Plötner, Erhard
20 = Wiedemann, Manfred
21 = Kollhoff, Manfred
22 = Erbert, Harry
23 = Schauer, Dieter
24 = Jäger, Hans-Peter
25 = Thäsler, Walter
26 = Petschulat, Georg
27 = Spitzer, Reinhard
28 = Merkel, Karl-Heinz
29 = Weinreich, Bodo
30 = Malz, Franz
31 = Heinemann, Dieter
32 = Pickert, Eckhard
33 = Langbein, Rainer
34 = Erbert, Wilfried
35 = Hüllner, Rolf
36 = Pils, Erhard
37 = Ruhs, Günter
38 = Bräuner, Peter
39 = Helling, Volkmar
40 = Wirth, Hans „Spieß“ NVA Tautenhain
41 = Peupelmann, Ernst
42 = Gräfe, Werner
43 = Schöppe, Helmut
44 = Plötner, Rolf
 
24.12.1974
Als „Weihnachtsgeschenk“ konnte ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 vom Typ W 50 LA in Dienst gestellt werden. Damit sollte das TLF 15 vom Typ G5 Ende 1975 ersetzt werden. Die beabsichtigte Verschrottung konnte verhindert und das Fahrzeug seitdem zur Traditionspflege genutzt werden.

1974 bis 1982
Ernst Peupelmann leitete die Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“ der Friedensschule. (Foto bei einem Besuch im neuen Feuerwehrhaus)
 

1975
Ein neues Tanklöschfahrzeug "W 50 T" löste den G 5 als Einsatzfahrzeug ab.

1977
Georg Fraubös, der als Wehrleiter der betrieblichen Freiwilligen Feuerwehr KWH von 1972 bis 1977 tätig war, wurde von Wolfgang Köhler abgelöst.

Mai 1978
Mit einem 2. Platz beim jährlichen Kreisausscheid im Feuerwehrkampfsport begann für die FFW Hermsdorf eine Erfolgsserie in der Disziplin Löschangriff, die mit 1. bis 3. Plätzen bis 1986 fortsetzte werden konnte. Härtester Gegner waren die Männer- und Frauenmannschaft der FFW KWH im eignen Ort.

1983 und 1984
Gehörte die Männermannschaft im Löschangriff zur Kreisauswahlmannschaft und vertrat den Kreis Stadtroda beim Bezirksausscheid.

04.08.1978
Im Gesetzblatt Sonderdruck Nr. 999 wurden die Gebühren für den Feuerwehreinsatz festgelegt. Die Einsatzkraft wurde danach mit 8,00 Mark pro Stunde berechnet. Ein Löschfahrzeug LF 16 kostet 130,00 Mark in der Stunde.

07.12.1979
Als erste Feuerwehr des Kreises wurde
der FFW Hermsdorf der Titel „Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr“ verliehen.

1984
Das Jubiläum "85 Jahre FFW Hermsdorf" und "80 Jahre Betriebsfeuerwehr KWH" wurde durch beide Wehren gemeinsam gefeiert. Es fand ein Festumzug dazu statt.


17.07.1985
Das 23 Jahre alte LF 16 wurde ausgemustert, im Austausch gab es vom Kommando Gotha ein 5 Jahre altes, neu gespritztes LF 16 von Typ W 50.

1986
Im Rahmen der Brandschutzkonferenz des Bezirkes Gera wurde
die FFW Hermsdorf mit dem Ehrenzeichen „Für Hervorragende Leistungen im Brandschutz“ ausgezeichnet.

30.04.1987
Das Hermsdorfer Löschfahrzeug (LO) wurde nach Ottendorf umgesetzt, da deren altes K 30 - Löschfahrzeug unerwartet ausgesondert werden musste. Da dieses Fahrzeug im Brandschutzzug integriert war, wurde es bei Übungen und Einsätzen der FFW Hermsdorf zur Verfügung gestellt. Für dies Zeit sollten die benachbarten Ortswehren im Tälergebiet die Einsatzbereitschaft übernehmen.

25.06.1988
Die Kreisauswahlmannschaft des Kreises Stadtroda, der auch die Frauenmannschaft der KWH - Feuerwehr angehörte, erkämpft sich bei den Bezirkswettkämpfen im Feuerwehrkampfsport in Rudolstadt den 1. Platz in der Gesamtwertung.

Ende 1989
In den Protokollaufzeichnungen findet man die Anmerkung „wehrorganisatorische Probleme“. Die Gefühle der Kameradinnen und Kameraden waren von Hoffnung und Skepsis für das Kommende geprägt.

01.07.1990
Mit der Annahme der Satzung und der Wahl von Dieter Heinemann zum 1. Vorsitzenden wurde der „Freiwilliger Feuerwehrverein der Stadt Hermsdorf e.V.“ gegründet.

Sommer 1990
Erste Kontakte zur Feuerwehr von Grünstadt, die uns mit technischer Ausrüstung unterstützte.

September 1990
Auflösung der Abteilung Feuerwehr beim Volkspolizei - Kreisamt Stadtroda, als übergeordnetes Organ der Feuerwehren. Das Landratsamt und die Gemeinden mussten die Aufgaben des Brandschutzes und der allgemeinen Hilfe als Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung eigenständig wahrnehmen.

23.10.1990
Auf Grund der gestiegenen Aufgaben im Bereich der technischen Hilfeleistung, insbesondere am Verkehrsschwerpunkt „Hermsdorfer Kreuz“,
erhielt die FFW Hermsdorfr als erste Wehr in Thüringen aus Mitteln des erweiterten Katastrophenschutzes des Bundes einen Rüstwagen RW1.

15.01.1991
Die erste Feuerwehr- und Gebührensatzung wurde als Mustersatzung durch den Kreistag des Landkreises Stadtroda verabschiedet.

21.05.1991
Auf der Grundlage der Satzung der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Hermsdorf vom 15.04.1991 wurde die Wahl des Stadtbrandinspektors durchgeführt. Kamerad Günter Plötner wurde im Amt bestätigt. Als Stellvertreter wurde Kamerad Dietmar Plötner gewählt.

14.09.1991
Auf dem Domplatz in Erfurt wurden Löschfahrzeuge übergeben, Hermsdorf erhielt neben der Feuerwehr Stadtroda ein Löschgruppenfahrzeug LF 16 - TS. Beide Fahrzeuge bilden zusammen mit dem RW1 den Löschzug - Retten als erste kreisliche Katastrophenschutzeinheit.

07.01.1991
Der Thüringer Landtag verabschiedet das Gesetz über den Brandschutz, die allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz. Gemeinsam mit der Feuerwehr - Organisations VO vom 13.08.1992 war der lang ersehnte rechtliche Rahmen für den Brandschutz festgelegt.

1991
Mit der sich abzeichnende Zersplitterung der Tridelta AG begann die Schrittweise Auflösung der betrieblichen Freiwilligen Feuerwehr der Keramischen Werke Hermsdorf. Damit ging nach 87 Jahren eine Feuerwehrtradition zu Ende, die nachhaltig den Brandschutz in unserem Ort und im Landkreis mit geprägt hat. Als letztes Relikt fiel 1994 das Gerätehaus dem Abrissbagger zum Opfer.

September 1991
Inbetriebnahme der Zentralen Leitstelle für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst am „Hermsdorfer Kreuz“.

31.10.1992
Die Drehleiter DLK 23/12 und der Gerätewagen Gefahrgut GW-G1 wurden anlässlich des Herbstfestes feierlich an die Wehr übergeben. Den Vorsitz des Feuerwehrvereines hat inzwischen Andreas Grommas übernommen.

26.02.1993
Durch die Mitgliederversammlung wurde die Namensänderung des Vereins in „Feuerwehrverein Hermsdorf e.V.“ bestätigt.

12. und 13.06.1993

Im Rahmen des Maibaumsetzten
wurde die Feuerwehrkapelle aus Nizza vor dem Gerätehaus begrüßen. Als Dank für das zünftige Ständchen erhielt jeder Musiker einen Binder mit Feuerwehremblem. Fotos vom Umzug
siehe hier.

Sommer 1993
Das Tanklöschfahrzeug W 50  wurde durch ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug TLF 16 auf Daimler-Benz Fahrgestell ersetzt.

Ende 1993
Auf Grund der Städtepartnerschaft mit Lahnstein entstand die erste Verbindung zur dortigen Wache Süd. Die FFW Hermsdorf beteiligt sich an der Beseitigung der Hochwasserschäden, die um den Jahreswechsel 1993 / 1994  durch Rhein und Lahn entstanden.

14.06.1994
Karsten Koch wurde zum Stadtbrandinspektor gewählt. Anlässlich der Festsitzung zum 95. Jubiläum der FFW Hermsdorf wurde Günter Plötner nach 29 Jahre im Amt des Wehrleiters feierlich verabschiedet.

06.05.1994
Das Großtanklöschfahrzeug TLF 24/50, mit insgesamt 5000 Liter Wasser, wurde mit Unterstützung des Landkreises beschafft.

22.09.1994
Der Einsatzleitwagen ELW 1 wurde vom Feuerwehrverein beschafft und an die Wehr übergeben.

22.09.1995
Inzwischen standen
der FFW Hermsdorf acht Einsatzfahrzeuge, die teilweise provisorisch an 3 verschiedenen Standorten untergebracht waren, zur Verfügung. Die Anzahl der Einsätze hatte sich in den letzten 5 Jahren um das 9-fache auf durchschnittlich 180 pro Jahr erhöht. ¾ davon waren Einsätze im Rahmen der Technischen Hilfeleistung mit dem Schwerpunkt Autobahn. Dies war mit Anlass dafür, dass die Stadträte den Beschluss zum Bau eines neuen Gerätehauses, welches den zukünftigen Aufgaben gerecht wurde, fassten. Der Innenminister Dr. Richard Dewes vollzog den Spatenstich am Standort in der Naumburger Straße.

31.12.1995
Karsten Koch legt sein Amt als Stadtbrandinspektor nieder. Die Wehr wurde bis zur Überarbeitung der Satzungen und der Neuwahl im April 1996 durch den Stellvertreter Dietmar Plötner geführt.

13.06.1997
Das neue Gerätehaus wurde nach 20 Monaten Bauzeit feierlich im Beisein zahlreicher Gäste eingeweiht. Die Baukosten, welche von der Stadt, dem Landkreis und dem Land getragen werden, beliefen sich auf 6,6 Mill. Mark.

September 1997
Als den größten Erfolg der letzten Jahre konnte man die Qualifizierung der Frauenmannschaft zur Teilnahme am Thüringenpokal in Ruhla  ansehen. Obwohl sie dort, vom Pech verfolgt, ohne gültigen Wertungslauf im Löschangriff ausgeschieden war.

02.11.1998
Durch den Saale-Holzland-Kreis wurde der Gerätewagen Gefahrgut GW-G2 an die Wehr übergeben. Er gehört neben dem Gerätewagen Atemschutz / Strahlenschutz, zum Gefahrgutzug des Landkreises.

05.12.1998
Anlässlich der jährlich stattfindenden „Dankeschönveranstaltung“ für die Angehörigen der FFW, wurde die Feuerwehr- und Vereinsfahne durch den Leiter der Alters- und Ehrenabteilung, Kamerad Günter Plötner, übergeben.


 
26.12.1999
Zur Jahreshauptversammlung wurde das 100jährige Bestehen der FFW gewürdigt.