Chronik der FFW Hermsdorf und der ehemaligen Betriebsfeuerwehr 1945 bis 1999

Teil 1945 bis HEUTE
 
Brände, Einsätze und Hilfeleistungen werden gegenwärtig in einer neuen Rubrik erstellt. Schauen Sie in Kürze wieder nach.
 

Um 1777
wurde wahrscheinlich die 1. Feuerspritze in der Gemeinde Hermsdorf  mit einem Zuschuss aus dem Kirchen-Kapital-Stock angeschafft.


November 1825
Der Glocken- und Rotgießer Zeitheim aus Kraftsdorf fertigte einen neuen Spritze für die Gemeinde Hermsdorf. Wie die Gemeinde Hermsdorf im Jahre 1825 bei Anschaffung einer neuen Feuerspritze aus dem Kirchenvermögen unterstützt wurde. Eine Abshrift des Herman Göbel (Lehrer später Rektor an der Schule Hermsdorf) aus den Kirchenunterlagen. Klick links hier.

 

09.12.1868
Weil die Spritze aus dem Jahre 1825 nicht mehr den Anforderungen entsprach, wurde sie durch eine neu ersetzt.
(siehe hier)

1883
Gründung des Landesverbands der Sachsen - Altenburger Feuerwehren. Im Gründungsjahr gehörten diesem Verband 8 Feuerwehren an.

08.12.1896
Um 22:30 Uhr brannte das Haus des Grubenarbeiters Trinks in der Reichenbacher Straße ab. Der Maurer Reinhold Rosenkranz, wohnhaft in der Reichenbacher Straße, ein Bursche von etwa 18 Jahren, ist der Brandanstiftung verdächtig. Er wurde etwa 8 Tage vor Weihnachten ins Untersuchungsgefängnis nach Altenburg transportiert, war aber nicht als Täter überführt worden.

1897
Die Feuerlöschordnung des Herzogtums Gotha vom 31. August 1880 w
urde im hiesigen Herzogtum Sachsen - Altenburger eingeführt.

Anfang 1898
Das herzoglich Sächsische Landratsamt  zu Roda
wies die Gemeinde Hermsdorf an, als einen der 1. ländlichen Orte eine „organisierte“ Feuerwehr einzurichten.
Die Aufgaben des Feuerschutzes nahm bislang eine Pflichtfeuerwehr wahr. Jeder Hausbesitzer musste dafür eine männliche Person stellen. Jedoch verfügte dieser bunt zusammengewürfelte „Haufen“ aus allen Bevölkerungsschichten kaum über eine fachgerechte Ausrüstung noch Ausbildung.

 
Ausschnitt aus dem Generalanzeiger vom September 1898
Ausschnitt aus dem Generalanzeiger vom September 1898
05.09.1898 Da unser Ort sich in der Zwangslage befindet, eine organisierte Feuerwehr einrichten zu müssen, wurde in einer gestern abgehaltenen Gemeindeversammlung die Bildung einer freiwilligen Feuerwehr beschlossen. Herr Rechnungsrat Dietzmann aus Ronneburg hielt in der Versammlung einen Vortrag über das Feuerlöschwesen, worauf sich gegen 50 Mann in die Mannschaftsliste aufnehmen ließen.

07.12.1898
Ausschnitt aus dem Generalanzeiger vom 07.12.1898
Ausschnitt aus dem Generalanzeiger vom 07.12.1898
Ausschnitt aus dem Generalanzeiger vom 7. Dezember 1898
Text im Kasten: §§ Hermsdorf, 6. Dezember. Am vergangenen Sonntag hat sich nun auch in unserem Ort eine freiwillige Feuerwehr gebildet. Es haben bereits gegen 50 Personen ihren Beitrat zu derselben erklärt. Als Kommandant wurde in der am Sonntag Nachmittag abgehaltenen Versammlung Herr Baumeister Moritz gewählt. Möge diese Feuerwehr, welche wohl die erste ländliche im Westkreise ist, für unseren aufblühenden Ort von Segen sein.
Baumeister Louis Moritz war bis zum 13.06.1902 als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr tätig.
Er wurde von seinem Stellvertreter, Zimmermeister Emil Beyer, abgelöst, der der Wehr bis zum 17.04.1912 vorstand.


03.05.1898
In der 6. Gemeinderatssitzung wurde beschlossen die Freiwillige Feuerwehrordnung von Friedrichshaide in der hiesigen Gemeinde einzuführen.

04.12.1898
Versammlung zum Zwecke der endgültigen Bildung einer Freiwilligen Feuerwehr. Ihren Beitrat zur Feuerwehr erklärten vorläufig 39 Mann. Diese wählten die Herren Maurermeister Moritz als Hauptmann und Zimmermeister Emil Beyer als Stellvertreter.

26.01.1899
1. General - Appell, am 26.01.1899
1. General - Appell, am 26.01.1899

Anlässlich des 1. General - Appell, am 26. Januar 1899, wurde mit der Ernennung der Spritzenmeister

  • Sektionsführer
  • Steigerführer
  • Steiger und
  • Hornisten

die eigentliche Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Hermsdorf vollzogen. Dem Protokoll sind die Namen von:

  • Baumeister Wetzel
  • Schmied Louis Steingrüber
  • Schmied Traugott Prüfer
  • Julius Geithe
  • Otto Klein
  • Hugo Schlenzig
  • Hermann Herling
  • Richard Walther
  • Gotthold Scheller
  • Rudolf Franke
  • Otto Burg
  • Hermann Bröter
  • Alfred Plötner
  • Otto Wittig
  • Albin Nölle und
  • Wilhelm Plötner

zu entnehmen. Insgesamt gehörten der Wehr 53 aktive und 30 passive Mitglieder an. Das Fehlen bei Übungen sollte mit  0,25 M und das Fehlen beim Monatsappell mit  0,10 M Strafe belegt werden. Neben den bereits vorhandenen zwei vierrädrigen Feuerwehrspritzen wurde im Gründungsjahr eine zweirädrige Handdruckspritze der Firma Brauer & Lücke Altenburg zum Preis von 675 Mark durch die Gemeinde angeschafft. Diese Handdruckspritze wurde bis nach dem 2. Weltkrieg zur Brandbekämpfung eingesetzt. Noch heute kann sie im Feuerwehrgerätehaus besichtigt werden.

Feuerwehrspritze

22.04.1899
Zu einem Preis von 675 Mark erfolgte die Lieferung einer zweirädrigen Abprotzt - Handdruckspritze mit Saugwerk durch die Firma Brauer & Luke aus Altenburg.
13.06.1902
Emil Beyer wurde zum Kommandanten gewählt. Stellvertreter wurde der Gemeindesekretär Reinhold Goldberg.

August 1903
Der XX. Abgeordnetentag des Landesverbandes Sachsen - Altenburger Feuerwehren fand in Hermsdorf statt.

Feuerwehr Hermsdorf 1901
Bei dem Foto aus Anlass des XX. Abgeordnetentages 1903 handelt es sich um das bisher älteste Gruppenfoto der Hermsdorfer Wehr,
aufgenommen vor dem Rathaus.
Klick hier für Namen zum Foto.

1904
Für die auswärtigen Wehren, die als Erste zur nachbarschaftlichen Hilfeleistung anrückten, wurde eine Spritzenprämie eingeführt.

10.11.1904
Gründung der Freiwilligen Fabrikfeuerwehr der Porzellanfabrik Hermsdorf. 1. Kommandant war Hermann Willfert.

20.11.1904
Erster gemeinsamer Einsatz beider Wehren beim Brand des Geräteschuppens des Porzellanhändlers Hädrich in Hermsdorf. Erstmals wurde das Löschwasser aus einem Hydranten, der auf der Wasserleitung der Gemeinde Klosterlausnitz in Höhe der heutigen Holzland - Apotheke stand, entnommen. Die Hermsdorfer Wasserleitung ließ noch 9 Jahre auf sich warten und stand erst Ende 1913 zur Löschwasserentnahme  bei Bränden zur Verfügung.

Foto der Feuerwehr auf dem Schulhof der damaligen Volksschule.
Foto der Feuerwehr auf dem Schulhof der damaligen Volksschule.
Die neue Schule (rechts) wurde 1906 gebaut. Um 1910 wurde in der Straße Strom gelegt, der Holzmast und Leitungen
an der Ecke der alten Schule sind noch nicht sichtbar. Im Jahr 1912 wurde der Metallmast errichtet, der heute noch steht.
Die Aufnahme entstand also zwischen 1906 bis 1910.

April 1912
Herr Otto Klein übernahm das Amt des Kommandanten. Stellvertreter wurde Albin Remme.

1915 - 1918
Der 1. Weltkrieg riss große Lücken in die Reihen der Feuerwehr.  Bereits im April 1915 standen nur noch 6 Mann zur Verfügung. Um bei eintretenden Bränden wenigstens einigermaßen gerüstet zu sein, wurden die Jahrgänge 1895 - 1897 der Pflichtfeuerwehr für den Feuerlöschdienst herangezogen.

02.04.1919
Die Wehr nahm ihre regelmäßige Arbeit nach fast vierjähriger, durch den Krieg verursachter, Pause wieder auf.
Für den im Krieg gefallenen Stellvertretenden Kommandanten trat Richard Kaufmann die Nachfolge an.


26.01.1924
Das 25-jährige Bestehen der Wehr fiel auf Grund des Geldverfalls recht kläglich aus. Eine Spende von 4 Millionen Mark wurde in eine Kiste Zigarren angelegt, wobei jeder Kamerad 2 Stück erhielt.

1925
Die Fabrikwehr hatte neben der Erstausrüstung, die aus einer Handdruckspritze, einer Anstellleiter, einem Schlauchwagen, Steigerleitern, einem Steigerwagen und einem Rettungsschlauch bestand, inzwischen die erste Klein-Motorspritze, die später von der Gemeinde Kraftsdorf gekauft wurde, und eine 18-Meter-Magirusleiter beschafft. Herrn  Max Walter war inzwischen als Kommandant tätig. Er setzte die Arbeit von Oberdreher Eck (1913-1919) und Aufseher Ernst Schlegelmilch (1919-1924) fort.

18.05.1926
Die Automobilmotorspritze aus dem Elitewerk Ronneburg wurde in Dienst gestellt. In einem Vertrag zwischen der Gemeinde und der Porzellanfabrik wurde die Unterbringung und die Vorhaltung einer Bedienungsmannschaft, die ständig über eine eigens eingerichtete Alarmschleife alarmiert werden konnte, durch die Fabrikwehr geregelt. Die Ortswehr erhielt die Handzug - Motorspritze der Fabrikwehr, deren 21 PS starker Motor eine Förderleistung von 1000 l/min hatte, zur Nutzung übergeben.

Übergabe Spritzenwagen am 18.05.1926 Übergabe Spritzenwagen am 18.05.1926
Übergabe an die FFW Hermsdorf auf dem Rathausplatz.
Technische Daten:
Fahrgestellnummer: 3005 / Gewicht: 2 t / Motor: 4 Zylinder ElitemotorNr. 1554, 45 PS
Pumpe: Flader Jöhstadt / Förderleistung: 1000 l/min;
Die FFW Hermsdorf mit der Automobilmotorspritze auf dem Schulhof um 1926 - 1930.
Die FFW Hermsdorf mit der Automobilmotorspritze auf dem Schulhof um 1926 - 1930.
Elite - Spritzenwagen
Letzte Aufnahme ca. 1950 - trotz Bemühungen das Fahrzeug als
Museumsstück zu erhalten wurde es verschrottet.

Anfang 1928
Die anstehende Neuwahl des Ortsbrandmeisters und dessen Stellvertreters sorgte für erhebliche Verwirrung unter den Kamerden. Da man es versäumt hatte, die vorgesehenen Funktionen bei der Weitermeldung der Vorschläge anzugeben, wurde an Stelle des Herrn Hermann Fabian der Gemeindebausekretär Alfred Humbroich durch die Gemeinde zum Ortsbrandmeister berufen.

08.05.1928
Ab 1928 baute die Hermsdorfer Feuerwehr einen Schlauchturm. Dieser Stand auf dem Gelände der heutigen Friedensschule.
Die linke Aufnahme entstand am 08.05., die Aufnahme in der Mitte vom 10.05.1928 (Richtfest). Rechts Vorführung vom fertigen Turm.

Schlauchturm der Hermsdorfer Feuerwehr  Schlauchturm der Hermsdorfer Feuerwehr  Schlauchturm der Hermsdorfer Feuerwehr


Otto Queißner bei der Essenausgabe 1945 auf dem Schulhof.
Im Hintergrund erkennbar der Schlauchturm der Feuerwehr und der Schornstein des Dampfsägewerkes Wötzel.

Der Turm wurde noch bis Kriegsausbruch genutzt. Ab da diente er als Lagerplatz. Den Bombenangriff vom 09.04.1945 überstand er. Wenige Jahre später, zwischen 1949 und 1950 stürzte er bei einem starken Sturm um und wurde entsorgt.

26.01.1929
Anlässlich des 30. Stiftungsfestes sollte durch den „Germania“ Verlag in Chemnitz eine Vereinstafel angefertigt werden. Wegen der verspäteten Übersendung der Namensliste und finanzieller Streitigkeiten wurde diese jedoch erst zum 31. Stiftungsfest geliefert.

11.06.1931

Schreiben 11.Juni 1931

15. 06. 1932
Die Freiwillige Feuerwehr Hermsdorf trat aus dem Kreisverband der Altenburger Feuerwehr aus.

1934 bis 1936
Hermann Fabian war als Ortsbrandmeister tätig.

05. 09. 1936
Aus der Zusammenlegung der Fabrikfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Hermsdorf wurde die Feuerlöschpolizei Hermsdorf, die den Status einer Hilfspolizei hatte, gebildet. Die Mannschaftsstärke betrug ca. 90 Kameraden. Der damaligen Bürgermeister Kurt Weise ernennt Hermann Diener, der seit dem 1. Oktober 1927 als Kommandant der Fabrikfeuerwehr tätig war, zum Ortswehrführer. Ihm stand Ende
der 1930-iger Jahre eine 11-köpfige Führermannschaft zur Seite.

29.08.1937 - 04.09.1937
Herbert Fabian und Kurt Kratwurm waren Teilnehmer am 44. Ortsbrandmeister Lehrgang an der Thüringer Feuerwehrfachschule Zschachenmühle [siehe Foto unten - existiert heute nicht mehr als FFW Objekt]. Beide waren in der FFW Hermsdorf als:

  • Fabian = Ortsbrandmeister von 30.01.1934 bis 05.09.1936 und
  • Krautwurm = Stellvertretender Ortswehrführer von 20.04.1939 bis 10.08.1945

eingesetzt.

44. Ortsbrandmeister Lehrgang an der Thüringer Feuerwehrfachschule Zschachenmühle
Der sehr kräftige Herr, auf zwei Stühlen sitzend (vorn links), ist der Bezirksbrandmeister Ernst Pabst (Leutenberg). Pabst war Bezirksbrandmeister (Bezirkswehrführer) im Feuerwehrbezirk VII. des damaligen Landkreises Saalfeld. Ernst Pabst verstarb am 26.11.1939 im 67. Lebensjahr. Noch bis zu seinem Tode gehörte er ehrenamtlich als Lehrer der Thüringischen Feuerwehrschule an. Der oberste Feuerwehrführer der Feuerwehr Thüringen war Landesbranddirektor Keßler von 1937 bis 1939 (vorn Mitte, mit verschränkten Armen). Er war Nachfolger von Dr.-Ing. Johannes Meyer (1929-1937).
Kette der Thüringer Feuerwehrschule
Originalkette des Kurt Krautwurm
Kette der Thüringer Feuerwehrschule
Originalkette des Kurt Krautwurm
Hermann Fabian und Kurt Krautwurm als Lehrgangsteilnehmer. Die Teilnehmer am Lehrgang trugen, wie im Gruppenbild zu sehen, vom linken Schulterstück zur Knopfleiste eine Kette mit Stecker, an der noch eine Signalpfeife angebracht war.
1938
Die HESCHO - Feuerwehr zog in ihr neues Gerätehaus mit fünf Großgaragen, Unterkunftsräumen und einem massiven Schlauchturm ein. Für die Anwendung neuartiger Löschverfahren wurden zwei Luftschaumgeräte mit je 2000 Liter Schaumentwicklung und ein Kohlesäure-Schnee-4-Flaschengerät in Dienst gestellt. Anfang der 1940er Jahre wurde die technische Ausrüstung noch durch ein schweres Löschgruppenfahrzeug vom Typ Daimler-Benz ergänzt.
1938 HESCHO - Feuerwehr neues Gerätehaus
1938 HESCHO - Feuerwehr neues Gerätehaus

1942
Auch der 2. Weltkrieg wirkte sich existentiell auf das Fortbestehen beider Wehren aus. Um die Einsatzbereitschaft einigermaßen aufrechterhalten zu können, wurde eine Ergänzungsfeuerwehr durch Notdienstverpflichtung aufgestellt. Hier leisteten Jungen aber auch erstmals Mädchen und Frauen aktiven Feuerwehrdienst.


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Mai 1945
In die Freiwilligen Feuerwehr Hermsdorf wurden neben den 18 Angehörigen noch 32 Personen zum Feuerwehrdienst verpflichtet. Die feuerwehrtechnische Ausrüstung bestand aus einer Tragkraftspritze TS 8, einer Handdruckspritze, einem Hydrantenwagen und einem Gerätewagen, beide bestückt mit diversem Löschgerät. Unmittelbar nach Kriegsende war das Gerätehaus geplündert worden. Auch alle Uniformen wurden dabei entwendet.

August 1945
Alfred Rosenkranz übernahm die Funktion des Ortsbrandmeisters von Karl Schünzel, dieser wurde Stellvertreter.

Mitte 1946
Kennzeichnung  aller Uniformen mit einer Armbinde und der Aufschrift „Feuerwehr“ in deutscher und russischer Sprache.
Armbinde 1946

April 1947
Das 1. Vergnügen nach dem Krieg wurde gefeiert. Man organisierte 40 Liter Schnaps zur Herstellung von Grog. Die Höhe des Eintrittspreises wurde jedem selbst überlassen. Jedoch sollte mindestens eine Reichsmark genommen werden. Etwas verwundert und erbost war man über eine Gebühr für die Aufführungsbewilligung von 12,24 Mark durch die GEMA. Wie konnte es sein, dass man etwas bezahlen musste, obwohl man nichts gekauft hat.

Juli 1948
Am Straßenteich wurde ein Ansaugschacht für die Feuerspritze angebracht, um bei Brandgefahr in der Kirchenholzsiedlung  mit Schnelligkeit arbeiten zu können. Der Gemeinderat stellt hierfür Mittel zur Verfügung.

19.11.1948
Das Thüringer Gesetz über das Feuerlöschwesen trat in Kraft. Mit ihm wurde die Grundlage für die zentrale Unterstellung der Feuerwehren und die Übereignung von Ausrüstung, Fahrzeuge, Gebäuden und Grundstücken ins Volkseigentum geschaffen.

1950
Eugen Hoffmann übernahm die Leitung der HESCHO - Werksfeuerwehr und löst Franz Pfeiffer ab.

1950 - 1952
Auf der Grundlage der Rundverfügung Nr. 1/50 (c) vom 07.02.1950 wurde mit der Aufstellung des 1. Jugendlöschaktivs begonnen. Ihm gehörten Kameraden der Wehr im Alter von 20 Jahren an.

1952
Auflösung der Länder und Neugliederung des Thüringer Territoriums in die Bezirke Erfurt, Suhl und Gera. Die Region um Altenburg und Schmöln wurde dem Bezirk Leipzig zugeordnet. Hersdorf gehört zum Kreis Stadtroda, Bezirk Gera. Die FFW wurden der organisatorischen Leitung der VPKA Abteilung Feuerwehr unterstellt.

31.08.1952
Ausflug der FFW Hermsdorf in die Feengrotten - klick hier.

Dezember 1954
Der Gemeinderat beriet über den Bau eines neuen Feuerwehrhauses am Standort neben der Gaststätte „Zum Schwarzen Bär“. Zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft sollten dort Wohnungen mit gebaut werden. Beyers Erben sollten für das Grundstück im Tausch ein anderes erhalten. Der Bau begann 1968 (siehe 03.05.1968 und Einweihung 01.05.1974)

01.01.1956
Das 1. zentrale Brandschutzgesetz der Deutschen Demokratischen Republik trat in Kraft.

29.09.1956
Übernahme eines neuen Löschgruppenfahrzeuges vom Typ Garant K 30 (Bild oben).
Unter dem Rathaussaal wurde in Eigenleistung dafür eine Garage hergerichtet.
01 = Günter Plötner
02 = Rolf Hüllner
03 = Joachim Plötner
04 = Adolf Discher
05 = Karl Steingrüber
06 = Werner Lange
07 = Alfred Rosenkranz (Wehrführer 11.08.1945 - 28.04.1965)
08 = Arthur Discher
09 = Rudolf Langbein
10 = Helmut Schöppe
11 = Heinz Vogel
12 = Eberhard Rüdiger
13 = Hans Claus
14 = Harro Biolawek
15 = Ernst Schleif
16 = Hans Krieg
17 = Manfred Kollhoff
18 = Ralf Senf
Volkswacht vom 03.10.1956
     
Elite seit 18.05.1926 Opel - Mannschaftswagen seit 1950 Löschfahrzeug LF 8 seit 29.09.1956
Elite seit 18.05.1926 Opel - Mannschaftswagen seit 1950 Löschfahrzeug LF 8 seit 29.09.1956
außer Betrieb: 1958 verschrottet außer Betrieb: 1956 nach Stadtroda,
dort im gleichen Jahr verschrottet.
außer Betrieb: 1985

Zu dieser Zeit war der alte Mannschaftswagen von der Berliner Polizei im Einsatz, den der Kfz-Meister Werner Vogel umgebaut hatte.

 Werner Vogel vor dem Mannschaftswagen, mit Sohn  
                          Werner Vogel vor dem Mannschaftswagen, mit Enkel Hansi

01.08. 1958
Ein Orkan tobte über Hermsdorf und richtete einen Schaden von ca. ½ Mill. Mark an. In den umliegenden Wäldern ging ca. 6000 fm Holz zu Bruch.
Hier der Originaltext aus dem Protokollbuch der FF Hermsdorf:
01.08.58 - Orkan über Hermsdorf
- Gegen 20:30 Uhr zog ein Gewitter auf, mit eine Sturm der zum Orkan anschwoll.Innerhalb weniger Minuten wurden Dächer abgedeckt, Bäume umgerissen und Gebäude beschädigt, sowie die Lichtleitungen zerrissen. Noch während des Gewitters wurden die Kameraden durch Martinshorn Alarmiert. Innerhalb weniger Minuten waren 18 Kameraden zur Stelle und begannen die Straßen von umgestürzten Bäumen zu säubern und zerrissenen Lichtleitungen. In der J. - Stalin -Straße (heute Eisenberger Str.) lag unter anderem eine 16 Meter hohe und 80 Jahre alte Linde über der Straße auf der Drogerie. Um 2 Uhr nachts war der Einsatz beendet. Der Schaden im Ort beträgt ungefähr ½ Mill. DM. In den Wäldern um Hermsdorf liegen zirka 6000 fm Holz.

1962
Zur Sicherstellung der Wasserversorgung für die Produktion in den Keramischen Werken Hermsdorf musste Wasser über eine 4500 Meter lange Schlauchleitung von Oberndorf her gefördert werden.
Als freiwillige Arbeitsleistungen wurde das Aufstellen eines geodätischen Vermessungspunktes bei Tröbnitz, die Wartung und Pflege der Hydranten und die Beräumung der Wundstreifen entlang der Bahnlinie Weimar - Gera zwischen der Ziegenmühle und der Papiermühle übernommen.


Dezember 1962
Manfred John wurde mit der Leitung der Betriebswehr beauftragt. Die Mannschaftsstärke betrug 54 Kameraden, die in 6 Gruppen rund um die Uhr ihren Dienst verrichteten.

1963
Aufstellung von Brandschutzbereitschaften für den Katastrophenschutz im Bezirk Gera. Auch die FFW Hermsdorf stellten eine Gruppe, die sich aus wehruntauglichen und später vom Wehrdienst freigestellten Kameraden zusammensetzte.

1964
Gründung der „ Pflichtfeuerwehr Rungsendorf “ mit der Darstellung eines historischen Löscheinsatzes mittels Eimerkette aus Anlass des 60ig jährigen Bestehens der Betriebsfeuerwehr. 
   
28.04.1965
Günter Plötner, der bereits seit 1955 als Stellvertreter tätig war, übernahm die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Hermsdorf. Die Sollstärke wurde auf 60 Kameraden festgelegt, welche jedoch bis Anfang der 1980-iger Jahre nie erreicht wurde.

1967
Durch die enorme Entwicklung der Keramischen Werke musste auch die Ausrüstung der Betriebsfeuerwehr den betrieblichen Anforderungen angepasst werden. Neben dem Löschgruppenfahrzeuges LF 16 vom Typ S 4000-1 (1964) wurde ein CO2 - Löschfahrzeug vom gleichen Typ und im Zusammenwirken mit der damalige Betriebspoliklinik ein Rettungswagen RTW bereitgestellt..

1967
Die Feuerwehr wurde zur Bewässerung von Feldern der LPG eingesetzt. Das Foto entstand an der Wasserabnahmestelle - dem Freibad.

Wasserabnahme im Freibad Hermsdorf
01 = Mike Enke   02 = Lothar Gräfe "Leppo"    3 = Herbert Teller (Hauptbuchhalter LPG Hermsdorf)  04 = Ernst Peupelmann
03.05.1968
Nach langem hin und her wurde mit dem Bau des Gerätehauses in der Wiesenstraße 16 begonnen. Material- und Geldprobleme begleiteten den Bau, der überwiegend durch die Kameraden der FFW als Eigenleistung geschaffen wurde.
Grundsteinlegung Gerätehaus der FFW Mai 1968
Mai 1968 Grundsteinlegung
01 = Armin Kraft
02 = Karl-Heinz Merkel (verdeckt)
03 = Manfred Wiedemann
04 = Walter Thäsler
05 = Günter Plötner
06 = Bernd Bräutigamm
07 = Alfred Rosenkranz (Wehrführer 11.08.1945 - 28.04.1965)
08 = Werner Gräfe
09 = Andreas Schröter
10 = Artur Discher
11 = Ernst Peupelmann
12 = Günter Ruhs
Grundsteinlegung Gerätehaus der FFW Mai 1968
 

25.05.1968
Die FFW Hermsdorf errang den 3. Platz beim Bezirksausscheid im Gruppenwettkampf in der Wertung „Feuerwehr mit LF“.

28.04.1969
Die Ausrüstung der Wehr wurde mit der Übernahme eines Löschgruppenfahrzeuges LF 16 vom Typ S 4000-1 vom Kommando Feuerwehr Weimar und einem
CO2 Flaschengerät erweitert.


Juli 1969
Bei den Arbeiten zur Verlegung der Abwasserrohre am Gerätehaus stieß man in Straßennähe in einer Tiefe von 2 m auf eine alte Wasserleitung aus Holz.
Sie bestand aus 18 - 20 cm starken Baumstämmen, welche in der Mitte ein 6 cm großes Loch hatten.


1969
Mit Einführung der Leistungsstufen mussten die Feuerwehren, die diese erringen wollten, bestimmte Kriterien erfüllen. So widmete man sich intensiv der Jugendarbeit. Die fachliche Ausbildung der Arbeitsgemeinschaften „Junge Brandschutzhelfer“ erfolgte nach zentralen Vorgaben. Im Vordergrund stand dabei die brandschutzgerechte Erziehung und die Nachwuchsgewinnung für die Freiwillige Feuerwehr. Auch ein prozentualer Frauenanteil musste in der Feuerwehr nachgewiesen werden. Die erste Frauengruppe unserer Wehr setzte sich aus den Ehefrauen einiger Kameraden zusammensetzte. Sie waren auf dem Gebiet des vorbeugenden Brandschutzes tätig.

26.06.1970
Die Freiwillige Feuerwehr Hermsdorf wurde mit der Medaille „Für Verdienste im Brandschutz“ geehrt.

03.12.1970
In Erwartung neuer Löschtechnik wurde das Löschfahrzeug LF-LKW-TS8-STA vom Typ K 30 durch die Feuerwehr Waldeck übernommen.

1971
Der mit der weiteren Bauausführung beauftragte Kreisreparaturbetrieb Stadtroda wurde wiederholt zu anderen „wichtigeren“ Baustellen abgezogen und die Arbeiten am Geräte- / Wohnhaus der Feuerwehr gingen nur schleppend voran.

30.03.1971
Vom Kommando Feuerwehr Gera wurde ein Tanklöschfahrzeug TLF 15 vom Typ G5 übernommen (Foto unten). Das Fahrzeug wurde provisorisch bei der Firma Langbein auf dem „Berg“ untergestellt. Einen der letzten Einsätze beim Kommando Feuerwehr Gera (Berufswehr) hatte der Tanker bei zwei Waldbränden in der MUNA Hermsdorf. Ein Beschäftigter des damaligen Munitionsbergungsbetriebes hatte bei hochsommerlichen Temperaturen eine Wiese abgebrannt und das Feuer griff rasch auf den Wald über. Nachdem der erste Waldbrand gelöscht war, wiederholte sich alles nochmals (!). Rauch war bis in die Innenstadt von Gera zu sehen, stammte aber nicht vom Brand, sondern von Marine - Nebelkörpern die im Wald verstreut herumlagen.
G 5 Tanker
Als Traditionsfahrzeug heute noch im Bestand der FFW Hermsdorf.

November 1971
Erst jetzt, da das Gerätehaus durch den Rat des Kreises in den Plan aufgenommen wurde, erteilten die zuständigen Stellen die endgültige Baugenehmigung für das Gerätehaus.

1974
Zum Jubiläum "75 Jahre FFW Hermsdorf" wurden Medaillien gefertig, deren erste Fassung wurde verboten, eingezogen und vernichtet.
weitere Informationen

1974
Das Jubiläum "
75 Jahre FFW Hermsdorf" und "70 Jahre Betriebsfeuerwehr KWH" wurde durch beide Wehren gemeinsam gefeiert. Es fand ein Festumzug dazu statt.


16.03.1974
Im Bereich des Oberndorfer Sportplatzes stürzt ein russisches Militärflugzeug vom Typ MIG 21 ab. Die Trümmer flogen bis Oberndorf, wo sie mehrere Häuser beschädigten. Hermsdorf und Oberndorf entgingen nur knapp einer Katastrophe.

01.05.1974
Übergabe des Gerätehauses mit 4 Garagen, einem Schulungsraum und 5 Wohnungen für Feuerwehrangehörige. Die Bausumme betrug 560000,- Mark.
Aus diesem Anlass erhielt
die FFW ein neues Löschgruppenfahrzeug LF8-TS8-STA vom Typ LO 2002 A.


24.12.1974
Als „Weihnachtsgeschenk“ konnte ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 vom Typ W 50 LA in Dienst gestellt werden. Damit sollte das TLF 15 vom Typ G5 Ende 1975 ersetzt werden.
Die beabsichtigte Verschrottung konnte verhindert und das Fahrzeug seitdem zur Traditionspflege genutzt werden.

1974 bis 1982
Herr Peupelmann leitet die Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“ der Friedensschule.

1975
Ein neues Tanklöschfahrzeug "W 50 T" löste den G 5 als Einsatzfahrzeug ab.

1977
Georg Fraubös, der als Wehrleiter der betrieblichen Freiwilligen Feuerwehr KWH von 1972 bis 1977 tätig war, wurde von Wolfgang Köhler abgelöst.

Mai 1978
Mit einem 2. Platz beim jährlichen Kreisausscheid im Feuerwehrkampfsport begann für die FFW Hermsdorf eine Erfolgsserie in der Disziplin Löschangriff, die mit 1. bis 3. Plätzen bis 1986 fortsetzte werden konnte. Härtester Gegner waren die Männer- und Frauenmannschaft der FFW KWH im eignen Ort.

1983 und 1984
Gehörte die Männermannschaft im Löschangriff zur Kreisauswahlmannschaft und vertrat den Kreis Stadtroda beim Bezirksausscheid.

04.08.1978
Im Gesetzblatt Sonderdruck Nr. 999 wurden die Gebühren für den Feuerwehreinsatz festgelegt. Die Einsatzkraft wurde danach mit 8,00 Mark pro Stunde berechnet. Ein Löschfahrzeug LF 16 kostet 130,00 Mark in der Stunde.

07.12.1979
Als erste Feuerwehr des Kreises wurde
der FFW Hermsdorf der Titel „Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr“ verliehen.

1
0.08.1981
Sintflutartige Regenfälle führten zu katastrophalen Situationen besonders in den Tälerdörfern, der Stadt Gera sowie im Bereich von Scheubengrobsdorf  bis Thieschitz.
Die FFW Hermsdorf kam in Gera - Langenberg zum Einsatz. Das gesamte Industriegebiet in Richtung Langenberg mit Elektronik, KIW und Großbäckerei war ca. 1 m überflutet. Bei Töppeln rutschte der Eisenbahndamm ein und wurde weggespült. Viele Menschen wurden obdachlos. 4 Opfer forderte die Flutkatastrophe, darunter auch einen Feuerwehrmann. Auch in Hermsdorf mussten Hochwasserfolgen in der Kirchenholzsiedlung und im „Loch“, dort war der „Raudenbach“ über die Ufer getreten, beseitigt werden.

1984
Das Jubiläum "85 Jahre FFW Hermsdorf" und "80 Jahre Betriebsfeuerwehr KWH" wurde durch beide Wehren gemeinsam gefeiert. Es fand ein Festumzug dazu statt.


17.07.1985
Das 23 Jahre alte LF 16 wurde ausgemustert, im Austausch gab es vom Kommando Gotha ein 5 Jahre altes, neu gespritztes LF 16 von Typ W 50.

1986
Im Rahmen der Brandschutzkonferenz des Bezirkes Gera wurde
die FFW Hermsdorf mit dem Ehrenzeichen „Für Hervorragende Leistungen im Brandschutz“ ausgezeichnet.

30.04.1987
Das Hermsdorfer Löschfahrzeug (LO) wurde nach Ottendorf umgesetzt, da deren altes K 30 - Löschfahrzeug unerwartet ausgesondert werden musste. Da dieses Fahrzeug im Brandschutzzug integriert war, wurde es bei Übungen und Einsätzen der FFW Hermsdorf zur Verfügung gestellt. Für dies Zeit sollten die benachbarten Ortswehren im Tälergebiet die Einsatzbereitschaft übernehmen.

25.06.1988
Die Kreisauswahlmannschaft des Kreises Stadtroda, der auch die Frauenmannschaft der KWH - Feuerwehr angehörte, erkämpft sich bei den Bezirkswettkämpfen im Feuerwehrkampfsport in Rudolstadt den 1. Platz in der Gesamtwertung.

Ende 1989
In den Protokollaufzeichnungen findet man die Anmerkung „wehrorganisatorische Probleme“. Die Gefühle der Kameradinnen und Kameraden waren von Hoffnung und Skepsis für das Kommende geprägt.

01.07.1990
Mit der Annahme der Satzung und der Wahl von Dieter Heinemann zum 1. Vorsitzenden wurde der „Freiwilliger Feuerwehrverein der Stadt Hermsdorf e.V.“ gegründet.

Sommer 1990
Erste Kontakte zur Feuerwehr von Grünstadt, die uns mit technischer Ausrüstung unterstützte.

September 1990
Auflösung der Abteilung Feuerwehr beim Volkspolizei - Kreisamt Stadtroda, als übergeordnetes Organ der Feuerwehren. Das Landratsamt und die Gemeinden mussten die Aufgaben des Brandschutzes und der allgemeinen Hilfe als Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung eigenständig wahrnehmen.

23.10.1990
Auf Grund der gestiegenen Aufgaben im Bereich der technischen Hilfeleistung, insbesondere am Verkehrsschwerpunkt „Hermsdorfer Kreuz“,
erhielt die FFW Hermsdorfr als erste Wehr in Thüringen aus Mitteln des erweiterten Katastrophenschutzes des Bundes einen Rüstwagen RW1.

15.01.1991
Die erste Feuerwehr- und Gebührensatzung wurde als Mustersatzung durch den Kreistag des Landkreises Stadtroda verabschiedet.

21.05.1991
Auf der Grundlage der Satzung der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Hermsdorf vom 15.04.1991 wurde die Wahl des Stadtbrandinspektors durchgeführt. Kamerad Günter Plötner wurde im Amt bestätigt. Als Stellvertreter wurde Kamerad Dietmar Plötner gewählt.

14.09.1991
Auf dem Domplatz in Erfurt wurden Löschfahrzeuge übergeben, Hermsdorf erhielt neben der Feuerwehr Stadtroda ein Löschgruppenfahrzeug LF 16 - TS. Beide Fahrzeuge bilden zusammen mit dem RW1 den Löschzug - Retten als erste kreisliche Katastrophenschutzeinheit.

07.01.1991
Der Thüringer Landtag verabschiedet das Gesetz über den Brandschutz, die allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz. Gemeinsam mit der Feuerwehr - Organisations VO vom 13.08.1992 war der lang ersehnte rechtliche Rahmen für den Brandschutz festgelegt.

1991
Mit der sich abzeichnende Zersplitterung der Tridelta AG begann die Schrittweise Auflösung der betrieblichen Freiwilligen Feuerwehr der Keramischen Werke Hermsdorf. Damit ging nach 87 Jahren eine Feuerwehrtradition zu Ende, die nachhaltig den Brandschutz in unserem Ort und im Landkreis mit geprägt hat. Als letztes Relikt fiel 1994 das Gerätehaus dem Abrissbagger zum Opfer.

September 1991
Inbetriebnahme der Zentralen Leitstelle für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst am „Hermsdorfer Kreuz“.

31.10.1992
Die Drehleiter DLK 23/12 und der Gerätewagen Gefahrgut GW-G1 wurden anlässlich des Herbstfestes feierlich an die Wehr übergeben. Den Vorsitz des Feuerwehrvereines hat inzwischen Andreas Grommas übernommen.

26.02.1993
Durch die Mitgliederversammlung wurde die Namensänderung des Vereins in „Feuerwehrverein Hermsdorf e.V.“ bestätigt.

12. und 13.06.1993

Im Rahmen des Maibaumsetzten
wurde die Feuerwehrkapelle aus Nizza vor dem Gerätehaus begrüßen. Als Dank für das zünftige Ständchen erhielt jeder Musiker einen Binder mit Feuerwehremblem. Fotos vom Umzug
siehe hier.

Sommer 1993
Das Tanklöschfahrzeug W 50  wurde durch ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug TLF 16 auf Daimler-Benz Fahrgestell ersetzt.

Ende 1993
Auf Grund der Städtepartnerschaft mit Lahnstein entstand die erste Verbindung zur dortigen Wache Süd. Die FFW Hermsdorf beteiligt sich an der Beseitigung der Hochwasserschäden, die um den Jahreswechsel 1993 / 1994  durch Rhein und Lahn entstanden.

14.06.1994
Karsten Koch wurde zum Stadtbrandinspektor gewählt. Anlässlich der Festsitzung zum 95. Jubiläum der FFW Hermsdorf wurde Günter Plötner nach 29 Jahre im Amt des Wehrleiters feierlich verabschiedet.

06.05.1994
Das Großtanklöschfahrzeug TLF 24/50, mit insgesamt 5000 Liter Wasser, wurde mit Unterstützung des Landkreises beschafft.

22.09.1994
Der Einsatzleitwagen ELW 1 wurde vom Feuerwehrverein beschafft und an die Wehr übergeben.

22.09.1995
Inzwischen standen
der FFW Hermsdorf acht Einsatzfahrzeuge, die teilweise provisorisch an 3 verschiedenen Standorten untergebracht waren, zur Verfügung. Die Anzahl der Einsätze hatte sich in den letzten 5 Jahren um das 9-fache auf durchschnittlich 180 pro Jahr erhöht. ¾ davon waren Einsätze im Rahmen der Technischen Hilfeleistung mit dem Schwerpunkt Autobahn. Dies war mit Anlass dafür, dass die Stadträte den Beschluss zum Bau eines neuen Gerätehauses, welches den zukünftigen Aufgaben gerecht wurde, fassten. Der Innenminister Dr. Richard Dewes vollzog den Spatenstich am Standort in der Naumburger Straße.

31.12.1995
Karsten Koch legt sein Amt als Stadtbrandinspektor nieder. Die Wehr wurde bis zur Überarbeitung der Satzungen und der Neuwahl im April 1996 durch den Stellvertreter Dietmar Plötner geführt.

13.06.1997
Das neue Gerätehaus wurde nach 20 Monaten Bauzeit feierlich im Beisein zahlreicher Gäste eingeweiht. Die Baukosten, welche von der Stadt, dem Landkreis und dem Land getragen werden, beliefen sich auf 6,6 Mill. Mark.

September 1997
Als den größten Erfolg der letzten Jahre konnte man die Qualifizierung der Frauenmannschaft zur Teilnahme am Thüringenpokal in Ruhla  ansehen. Obwohl sie dort, vom Pech verfolgt, ohne gültigen Wertungslauf im Löschangriff ausgeschieden war.

02.11.1998
Durch den Saale-Holzland-Kreis wurde der Gerätewagen Gefahrgut GW-G2 an die Wehr übergeben. Er gehört neben dem Gerätewagen Atemschutz / Strahlenschutz, zum Gefahrgutzug des Landkreises.

05.12.1998
Anlässlich der jährlich stattfindenden „Dankeschönveranstaltung“ für die Angehörigen der FFW, wurde die Feuerwehr- und Vereinsfahne durch den Leiter der Alters- und Ehrenabteilung, Kamerad Günter Plötner, übergeben.


26.12.1999
Zur Jahreshauptversammlung wurde das 100jährige Bestehen der FFW gewürdigt.