Alte Regensburger Straße 18 (ehemaliges Pfarrhaus)

 

Das ehemalige Pfarrhaus der Evangelisch-lutherische Pfarrgemeinde St. Salvator wurde im Jahr 1904 errichtet. Es war zugleich Wohnhaus sowie Verwaltungssitz der Kirche.
Bekannt sind dort als Mieter:

  • Müller, Johannes Pfarrer (wohnhaft im Haus von 1906 bis 1950 †)
  • Dwars, Walter - Lehrer, Organist, Komponist (wohnhaft im Haus1925 - 1945 †) Die Tochter Thea Dwars verw. Kannegieser gesch.Streibig war ebenfalls in Hermsdorf Lehrerin. Ihr erster Ehemann war Pilot im 2. Weltkrieg und flog öfters über Hermsdorf. Am 23.11.1943 stürzte er über Dänemark ab.
  • Kipping, Arthur - Lehrer, Direktor Volksschule 1925, dann Gartenstr. 1
  • Kramer, Otto - Lehrer, Organist, Dirigent Männergesangsverein Hermsdorf (wohnhaft im Haus1928 mindestens bis 1963)
  • Lorenz, Dr. Arno - Mittelschullehrer (wohnhaft im Haus um 1926)
  • zuletzt Lentzy und heute noch Günter Phillip.
  • u.a.m.
 

Das Pfarrhaus um 1910
Dahinter zu erkennen die St. Salvator Kirche. Rechts die Kinderheimgasse. An der Stelle, wo die Kastanie steht, befand sich das Kinderheim (früher Schule).
 
1926 Das Pfarrhaus Hermsdorf, Ernststraße 18
1926 Das Pfarrhaus Hermsdorf, Ernststraße 18
Am Fenster im 1. Stock: rechts Frau Lorenz (Ehemann Mittelschullehrer Dr. Arno Lorenz) links: Oma Salzbrenner mit Friedmar Lorenz
Am Tor: Elly Dwars, Kinder von links: Gottfried Dwars, Horst Präßler, Thea Dwars, Lotto Präßler, Helmut Dwars, dahinter Karl Füchsel (Sohn des Lehrers Ferdinand Füchsel)
 
1926 / 1927 im Wohnzimmer Pfarrhaus Hermsdorf, Ernststraße 18 bei Familie Dwars
1926 / 1927 im Wohnzimmer Pfarrhaus Hermsdorf, Ernststraße 18 bei Familie Dwars

01 = ??
02 = Baumann, Huldreich (Hermsdorf, Bergstraße 27 - Fabrikaufseher Hescho)
03 = Richter, Karl (Bad Klosterlausnitz, Bahnhofstr. 16 Kaufmann)
04 = Richter, ?? (Bad Klosterlausnitz - Cellistin)
05 = Richter, ?? (Sohn von 3 und 4

06 = Dwars, Walter (Lehrer)
07 = Dwars, Elly
08 = Baumann, ?? (Ehefrau von 2)
09 = Schlegel, ??
 
Pfarrhaus 2008
Das Pfarrhaus im Jahr 2009
Über die gesamte DDR - Zeit wurde kaum etwas am Haus saniert. Nur das Dach wurde mit einfachsten billigen Steinen gedeckt. Seit 2009 laufen Bemühungen zur Sanierung.
Im Mai 2011 konnten im Pfarrhaus die Pläne und Vorschläge für die Sanierung, die im Zuge eines Planungswettbewerbes ausgelobt wurden, eingesehen werden. Als Kostenrahmen wurden 350.000 Euro vorgegeben. Der Beginn der Sanierung verzögerte sich auf Grund von Finanzierungen, es laufen noch Verhandlungen mit der Landeskirche zu Fördermitteln.
Im Jahr 2014 wurde das Pfarrhaus an einen privaten Investor verkauft, der das Haus sanieren will.

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